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Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln und ihre Äquivalente im Chinesischen

Eine neue Perspektive für die Vermittlung der Abtönungspartikeln im DaF-Unterricht

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Shasha Li

Ziel dieses Buchs ist es, die Kontextprofile der deutschen Abtönungspartikeln mithilfe der Konstruktionsgrammatik, Satztyp- und Sprechakttheorie empirisch herauszuarbeiten. Dadurch erstellt die Autorin eine korpusbasierte, konkrete Übersicht über die in der Literatur oft als «hoch kompliziert» dargestellten Partikelverwendungen. Zusätzlich erarbeitet sie differenziert die chinesischen Entsprechungen der Abtönungspartikeln. Dafür wird parallel zur Feststellung der hochfrequenten Konstruktionen eine unidirektional ausgerichtete kontrastive Untersuchung Deutsch–Chinesisch durchgeführt. Auf diese Weise erstellt diese Studie die Kontextprofile von zehn deutschen Abtönungspartikeln und arbeitet ihre chinesischen Äquivalente heraus.

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Teil 3 Abtönungspartikeln im DaF-Unterricht

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Bezüglich der Frage, ob Abpn im ungesteuerten Deutscherwerbsprozess erlernt werden können, ergibt die Studie von Steinmüller, dass die türkischen Migranten in Deutschland nach Jahren durchaus Modalpartikeln richtig verwenden können, ausschlaggebend seien „die soziale Situation und die Art und die Häufigkeit kommunikativer Kontakte mit Deutschen“ (1981: 139). Man kann also davon ausgehen, dass die Abpn, wie alle anderen Sprachstrukturen, im regelmäßigen, intensiven Sprachkontakt mit Deutschen über längere Zeit automatisch erworben werden könnten107. Auf das ungesteuerte Lernen der Abpn gehe ich in der vorliegenden Arbeit nicht ein. Die folgenden Überlegungen zu Lern- und Lehrstrategien der Abpn gelten ausschließlich für den universitären DaF-Unterricht.←343 | 344→ ←344 | 345→

107 Steinmüller hebt bei seiner Studie z. B. hervor, dass dies nicht den falschen Eindruck erwecken sollte, „als ob diese Personengruppe insgesamt häufig Modalpartikeln verwendet“, denn „die große Mehrzahl meiner Probanden […] überhaupt keine Partikeln“ verwendet (ebd.). Auch Weydt (1984: 21) bemerkt: „Ohne Anleitung nimmt die Partikelkompetenz durch einen Deutschlandaufenthalt bei weiterem nicht so zu, wie etwa die Kompetenz in anderen Bereichen des Wortschatzes oder der Grammatik“. Für konkrete Aussagen sind also weitere empirische longitudinale Studien nötig.

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