Show Less
Restricted access

Pronomen, ihr Bedeutungs- und Emotionspotenzial

Individuelle Konzeptualisierungsprozesse im Lichte Langackerscher Auffassung der Grammatik

Series:

Jolanta Mazurkiewicz-Sokołowska

Die Autorin geht der Langackerschen Auffassung der Grammatik als Bedeutung nach. Sie überprüft empirisch am Beispiel der äquivalenten, deutschen und polnischen Formen der Pronomen, wie sich die schemenhaften Bedeutungen grammatischer Einheiten in individuellen Konzeptualisierungsprozessen konkretisieren und welche Bedeutungsinhalte sie in dem gegebenen sprachlichen Ereignis fokussieren. Die introspektiv-intersubjektive Methode ermöglicht es, die Verarbeitungsarten der untersuchten Formen der Pronomen aufzudecken, die konzeptuelle Vielfalt der von den ProbandInnen aktivierten Bedeutungsinhalte dieser Formen zu beleuchten, und zu zeigen, dass die Formen der Pronomen prozessual individuell-subjektiv emotionsgeprägte Einheiten darstellen.

Show Summary Details
Restricted access

5. Schlusswort

Extract



Das anhand der zur Zeit der Untersuchung in der ProbandInnengruppe gewonnenen Daten entworfene Bild des prozessualen Bedeutungspotenzials der untersuchten Arten der Pronomen veranschaulicht die Vielfalt und Verschiedenheit der durch die isolierten Formen der Pronomen zu einer Zeit ausgelösten Konzeptualisierungen ihrer Bedeutungsinhalte und erlaubt die Schlussfolgerung, dass die Formen der Pronomen in der prozessualen Dimension eine differenzierte individuell-subjektive emotionale Prägung aufweisen.

Die Datengewinnung erfolgt in einer neutralen Untersuchungssituation. Die ProbandInnen bestätigen, die Aufgabe gut verstanden zu haben. Die Tatsache, dass die Aufgaben in der einen und anderen Sprache nacheinander folgen, erweist sich als kein signifikanter Störfaktor, auch wenn ein Effekt der Ermüdung, wegen der sich auf den Aufgabenblättern häufenden ähnlichen Formen der Pronomen, nicht ausgeschlossen werden kann. Die ProbandInnen machen aber den Eindruck, motiviert zu sein. Bis auf die Daten zur Verarbeitung der Relativpronomen bei einer der untersuchten Personen, die auf eine routinierte und mechanische Lösung der Aufgaben hindeuten, scheinen die übrigen Daten durch keine äußeren Störfaktoren beeinträchtigt zu sein. Die Faktoren, die die Reaktionen der ProbandInnen individuell beeinflussen, sind ihre momentane Verfassung, ihre Lebenserfahrung und ihr Wissen.

Als die von den ProbandInnen vordergründig konzeptualisierten Bedeutungsinhalte der Formen der Pronomen erweisen sich „Liebe“ und „Familie“.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.