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Climate Change in Africa

Social and Political Impacts, Conflicts, and Strategies

Edited By Bettina Engels and Kristina Dietz

This volume deals with the consequences of climate change and issues of international climate policy relating to Africa from a social science perspective. The contributions by international authors question dominant political approaches and key concepts of the climate debate. They explain how the effects of climate change are linked to existing social, economic and political-institutional structures and action by the State. The authors show how social movements in Africa shape climate policy «from below». The volume serves as an introduction into climate change in Africa. It wants to stimulate a critical debate on dominant strategies and points out that there can be no simple answers to the complex socio-ecological and political challenges linked to climate change in Africa.

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Migration als ‚rationale Strategie‘ zur Anpassung an den Klimawandel: Wie ‚Klimamigrant_innen‘ im Namen der Resilienz regiert werden (Chris Methmann / Angela Oels)

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Chris Methmann und Angela Oels

Migration als ‚rationale Strategie‘ zur Anpassung an den Klimawandel: Wie ‚Klimamigrant_innen‘ im Namen der Resilienz regiert werden1

Resilienz wird zum neuen Paradigma, wie wir mit Umweltgefahren umgehen sollen. Dieses Kapitel befasst sich damit, wie im Namen der Resilienz regiert wird und welche politischen Implikationen dies mit sich bringt. Noch in den 1990er und den frühen 2000er Jahren wurden Umweltprobleme als Risiken wahrgenommen, die man glaubte, unter menschliche Kontrolle bringen zu können. Seit Beginn der 2010er Jahre werden sie zunehmend als ‚Umwelt-Terror‘ verstanden (Duffield 2011). Der Begriff Terror impliziert plötzliche, unvorhersehbare und unumkehrbare Veränderungen im globalen Ökosystem. Es scheint mehr und mehr unmöglich zu sein, ‚sichere‘ Korridore für die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre zu bestimmen (und dann auch einzuhalten). Darauf reagiert auch die politische Steuerung des Klimawandels. Wo der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten scheint, verlagert sich der Schwerpunkt auf Anpassung. Nun heißt es, gefährdete Bevölkerungen gegen die Auswirkungen des Klimawandels resilient, also widerstandsfähig zu machen. Das postuliert beispielsweise auch der Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change), der Resilienz zu einem zentralen Thema macht. Resilienz definiert er als die

Fähigkeit eines Systems oder seiner Bestandteile, die Auswirkungen eines gefährlichen Ereignisses zeitnah und effizient vorherzusehen, abzufangen, sich an sie anzupassen oder sich zu regenerieren, so dass dabei gewährleistet wird, dass seine←45 | 46→ grundlegenden Strukturen und Funktionen erhalten bleiben, wiederhergestellt oder verbessert werden (Field...

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