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Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

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Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

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3 Begriffskontextualisierungen

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3Begriffskontextualisierungen

« Que ceux qui ont pris des armes par […] dignité se convainquent que c’est seulement au sein de la nation malienne que cette dignité sera la mieux assurée. Que ceux qui ne sont que des insoumis ou bandits de grands chemins et par conséquence se sont mis au banc de la société et de leur propre communauté, soient traqués et punis conformément aux lois de la République ».4

Aus dieser Aussage des ehemaligen „Homme fort de Bamako“ Amadou Toumani Touré (ATT)5 lassen sich unterschiedlichste Bezeichnungen für den Feind in der großen Rebellion der Jahre 1990 bis 1996 ablesen. Es kann zwischen den Kategorien „ceux qui ont pris des armes par […] dignité“, „des insoumis“ und „des bandits de grands chemins“ differenziert werden. Einerseits spricht ATT die Kategorie der Rebellen an, die sich durch die Rebellion gegen die Militärdiktatur von General Moussa Traoré (GMT) erhoben haben. Diese Rebellengruppe wurde durch die Bewegungen „Mouvement Patriotique de l’Azawad“ (MPA) oder „Mouvement Patriotique pour la Libération de l’Azawad“ (MPLA) vertreten, die nach dem Friedensabkommen von Tamanrasset im Januar 1991 sowie dem Pacte National im April 1992 Mali als ihre Heimat anerkannten. Dank dieser Haltung wird in den politischen und intellektuellen Kreisen der malischen Elite die Rebellion von 1990 bis 1996 als wichtiger Bestandteil der Demokratisierungsbewegung im ganzen Land gegen das Diktat von GMT betrachtet (vgl. Bourgeot 2013, Doumbi-Fakoly 2004). In diesem Sinne zeigt eine großMehrheit der Elite ein klares...

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