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Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

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Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

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13 Kapitel 7: Linguistische Diskursanalyse Teil II: Die qualitative Diskursanalyse deutschsprachiger Korpora von Zeitungsartikeln über die Tuareg-Rebellionen im Zeitraum 2000 bis 2014 mit COSMAS II

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13Kapitel 7: Linguistische Diskursanalyse Teil II: Die qualitative Diskursanalyse deutschsprachiger Korpora von Zeitungsartikeln über die Tuareg-Rebellionen im Zeitraum 2000 bis 2014 mit COSMAS II

13.1Einleitung

Anhand korpuslinguistischer Datenerhebungsmethoden beabsichtigt der vorliegende Analyseteil eine qualitative Untersuchung vorzunehmen, um Konstruktionsmechanismen des deutschsprachigen Mediendiskurses über die sogenannten Tuareg-Rebellionen in Mali herausfinden zu können. Entsprechend verfolgt diese Analyse folgende Zielsetzungen:

–Mithilfe der Erhebung von Kookkurrenzdaten sollen mögliche syntaktische, semantische sowie lexikalische Bildungen ermittelt werden, die im Darstellungsmechanismus des Mediendiskurses aus dem deutschen Sprachraum über das Ethnonym „Tuareg“ von Bedeutung sein können.

–Das Ziel besteht nicht darin, das Bedeutungsspektrum des Ethnonyms „Tuareg“ zu beschreiben, sondern Mechanismen der Konstitution, des Gebrauchs und der Vernetzung von Wortverbindungen und Wortverbindungsmustern anhand der Kookkurrenzanalyse (KA) zu diskutieren (vgl. Steyer 2013: 143).

–Mithilfe quantitativer und qualitativer Erhebungs- und Analysemethoden sollen mögliche Tendenzen im Mediendiskurs aus dem deutschen Sprachraum aufgedeckt werden.

Die vorliegende Studie wird mithilfe des Analyseverfahrens der Kookkurrenzdaten (KA) durchgeführt, das sich hauptsächlich auf Steyer (2013, 2011) und Steyer/Brunner (2009) bezieht. Hinzu werden methodologische Zugänge von Mautner (2016), Baker (2012) etc. mit einbezogen. Es ist anzumerken, dass die scharfe Trennung qualitativer und quantitativer Forschungsansätze selbst problematisch ist. Diese Problematik erklärt Häder (2010) wie folgt:

„[Es] ist festzuhalten, dass es strenggenommen rein qualitative Forschung ebenso wenig gibt wie einen rein quantitativen Ansatz. Qualität und Quantität bilden vielmehr stets eine Einheit. Wenn bei einer quantifizierenden...

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