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Joseph Anton Schöpf

Kanonist – Schriftsteller – Seelsorger

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Andreas E. Graßmann

Die vorliegende Studie widmet sich dem Salzburger Diözesanpriester Dr. Joseph Anton Schöpf, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Salzburger Lehrkanzeln für Kirchengeschichte und Kirchenrecht maßgeblich prägte. Der Autor legt eine ausführliche Biografie sowie eine Darstellung seines wissenschaftlichen und allgemein-schriftstellerischen Wirkens vor. Schöpf präsentiert sich als vielschichtige Person: Er war rund 36 Jahre als akademischer Lehrer für Kirchengeschichte und Kirchenrecht tätig, wirkte aber darüber hinaus in zahlreichen unterschiedlichen Feldern im akademischen, sozialen, journalistischen, pastoralen sowie politischen Bereich.

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2 Allgemeines schriftstellerisches Wirken

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2 Allgemeines schriftstellerisches Wirken

Im Revolutionsjahr 1848 begann Schöpfs schriftstellerische Tätigkeit, welche er bis zu seinem Tod ausübte und in deren Rahmen er sich in diversen Medien zu unterschiedlichsten Angelegenheiten äußerte.429 Zu verschiedensten Themen und Gebieten der Zeitgeschichte, welche ihn immer wieder zu schriftlichen Äußerungen reizte, flossen aus Schöpfs Feder zahlreiche Kleinschriften. In seiner streitbaren Weise430 drückte sich Schöpf in dem, was er seinen Mitbürgern mitteilen wollte, oftmals unglücklich aus, nimmt sich in seinen Schriften jedoch vielmals in warmherziger und unerschrockener Weise431 verkannten Sachverhalten sowie unterdrückten Einzelpersonen und Gruppen an,432 gleichwohl „ob sie hüben oder drüben im Lager stehen.“433←105 | 106→

In den Jahren von 1848 bis 1851 war Schöpf Redakteur der Salzburger Constitutionellen Zeitung434 und redigierte im Anschluss unentgeltlich als Freundschaftsdienst für eineinhalb Jahre die offizielle Salzburger Zeitung. Des Weiteren war er Mitbegründer des Salzburger Kirchenblattes und Redakteur des Salzburger Correspondenten sowie für fast drei Jahrzehnte regelmäßig journalistisch u. a. für die Augsburger Allgemeine Zeitung tätig.435 Als Frucht von Reisen entstanden mehrere Städtebilder Oberitaliens, welche in der Salzburger Zeitung abgedruckt wurden. So bspw. Darstellungen von Genua, Alessandria, Magenta, Turin u. a.436

Die Großzahl der journalistischen Schriften Schöpfs ist verloren,437 von einem beträchtlichen Teil liegen jedoch Sonderdrucke – zum überwiegenden Teil von Schöpf im Eigenverlag publiziert – vor. So sind eine Reihe von Predigten, Nachrufen438 sowie Äußerungen...

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