Show Less
Restricted access

Il peso del mondo e la scrittura in frammenti

Poetica della percezione e della lingua in «Das Gewicht der Welt» di Peter Handke

Series:

Elena Stramaglia

Vibrante miscellanea di appunti, sensazioni, frammenti di esperienza, trascrizioni spontanee, la scrittura diaristica costituisce un momento imprescindibile (e una porzione abbondantissima) dell’opera di Peter Handke. I diari di Das Gewicht der Welt sono espressione immediata di quello stretto legame che l’autore austriaco stabilisce fra lo scrivere e l’esperire, la parola e il pensiero sensibile, ed aprono un importante spiraglio sul pulsante lato empirico della sua ricerca letteraria. È quindi sulla traccia di queste annotazioni che la scrittura di Handke, in particolare quella a cavallo degli anni Settanta, viene qui ripercorsa e interrogata. Questo studio ne esplora presupposti linguistici e discorsi esperienziali, tratti caratterizzanti e aspetti intertestuali, riscoprendo quella tipica attitudine handkiana a cristallizzare in brevi miniature, in piccoli "riflessi di lingua", l’esperienza pura e universale della sensazione, il contatto con nient’altro – e niente meno – che "il peso del mondo".

Show Summary Details
Restricted access

Zusammenfassung

Extract



Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Peter Handkes Sprach- und Wahrnehmungspoetik anhand seines Journals Das Gewicht der Welt (1977) auseinander. Als ununterbrochene Arbeit «spontane[r] Aufzeichnung zweckfreier Wahrnehmungen» erweist sich Das Gewicht der Welt – in welch fragmentarischem Umfang auch immer – als Dokument der literarisch-poetologischen Entwicklung jener Metamorphose, die Handkes Schreiben ab den siebziger Jahren allmählich annimmt und die allzu oft als bloße, und zudem so gut wie ungerechtfertigte „Kurskorrektur“ bezeichnet wird. Hierbei weicht das Experiment eines unregelmäßigen und dekonstruktiven Stils, das mit einer nahezu absoluten Sprach- und Ordnungskritik einhergeht, allmählich einer wiederentdeckten narrativen „Klassik“. Handkes Neuorientierung versucht durch eben sprachliche und erzählerische Mittel, sich einen unmittelbaren und positiven Zugang zur phänomenalen Welt wiederanzueignen. Bei der Rekonstruktion dieses Wandels bieten die Tagebücher eine Reihe von Anregungen, die diese Studie auszuwerten sucht.

Als Hintergrund des späteren Werks wird hier, nach einer kurzen Einführung in den Autor und die Journale (Kapitel 1, 2), zunächst Handkes frühe sprachreflektierende Literatur(-theorie) geschildert (Kapitel 3), und zwar auf der Folie der österreichischen sprachkritischen Tradition, die hier durch Hofmannsthal und Wittgenstein vertreten wird. Handkes eigener Äußerung nach besteht sein Hauptanliegen in dieser Phase darin, die enge Verbindung zwischen Sprache und Handlung aufzudecken und damit die gefährliche Manipulierbarkeit des Menschen durch die Sprache provokatorisch zu denunzieren. Die Studie verfolgt von hier aus den in der Zeit der Journale entwickelten Übergang zu einer neuen Perspektive auf die eigene Welterfahrung und zu einem...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.