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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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Teil A Ausgangsbetrachtung

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Die Ausgangsbetrachtung besteht aus drei Kapiteln. In ihnen wird für die ganze weitere Betrachtung die Schlüsselformel erarbeitet. Ihre grundlegende, einfache Fassung im ersten Kapitel. Ihre zweite, zweifache Fassung im zweiten Kapitel. Ihre dritte, dreifache Fassung im dritten Kapitel. Die Formel dient als Schlüssel zum Erschließen des Sinngehaltes, welcher der Person, dieser Laut- und Wortgestalt, von den verschiedenen Autoren im Laufe der Geschichte dieses Begriffs in der zunächst theologisch lange beherrschten und dann freien abendländischen und dann weiteren westlichen Philosophie bis heute entnommen und eingegeben, also zuerkannt worden ist. Der Schlüssel hat einen Bart, einen alten Bart, dessen Kontur und Schliff – nämlich die dreifache Fassung der Formel – aber möglichst in jedes alte und sogar auch neue Schloss passen soll, das beim ersten Blick den Zugang zu je dem einzelnen, besonderen, eigensinnigen, fremden Text versperrt.

Die intuitiv mehr erahnte als ausformulierte Rohfassung des Schlüssels ist – so weit die Erinnerung es wieder einholen kann – entstanden aus einem ursprünglich seiner selbst noch kaum bewussten Interesse, aus einer zunehmend ihrer selbst bewussten Empörung, aus einem langsam sich herausklärenden Innesein des eigenen Seins, aus einem immer dichteren Gemisch des Erlebens und des Erlesens dessen, was es bedeuten mag, nicht nur beliebiges Individuum, nicht nur sozialisiertes Subjekt oder gar Objekt einer äußeren Gesellschaft zu sein, sondern je einzigartige und letztlich unmittelbar Person in einer inneren, verbindlichen Gemeinschaft von Personen. Aus dem dann folgenden, immer wieder erneut aufgenommenen und von...

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