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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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31 Scheler: Die Person – das Zentrum geistiger Akte im Menschen

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31 Scheler

Die Person – das Zentrum geistiger Akte im Menschen

Max Scheler (gest. 1928), wie Edith Stein und Martin Heidegger aus der philosophischen Schule Edmund Husserls, führt dessen Phänomenologie der Person weiter. Er führt sie weit über ihre Grenzen hinaus, bis in eine Metaphysik vom Sein aus sich selbst. In diesem Drama des kosmischen Werdens die Hauptrolle spielt das menschliche Wesen, genauer, dessen innerstes Wesen, der Geist im Vollzug seiner Akte, die Person.

Unsere Betrachtung geht durch diese Stationen: (1) Schelers Metaphysik vom Weltgrund in der Schrift Die Stellung des Menschen im Kosmos618 aus dem Jahr 1928, danach (2) zu Schelers Menschenbild in der Schrift Zur Idee des Menschen619 aus dem Jahr 1915, sodann (3) ein Grundzug des zweibändigen Hauptwerks Der Formalismus in der Ethik und die materiale Wertethik620 aus den Jahren 1913 und 1916; aus diesem Werk dann (4) negative Bestimmung und (5) bis (7) positive Bestimmungen des Begriff der Person, schließlich (8) zur Metaphysik der Person wieder aus der Schrift zur Idee des Menschen.

Dieser Weg von einer späteren Schrift aus rückwärts zu früheren Schriften von Max Scheler führt in unserer notgedrungen kurzen Betrachtung am ehesten zum Aufschluss des vollen Sinngehalts, den Scheler der Wortgestalt Person gibt. Im Folgenden werden nicht die Umbrüche in seinem Denken betrachtet, sondern nur die von ihm durchgehaltenen und für uns wesentlichen Grundgedanken.

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„Der Gegensatz, den wir im...

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