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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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32 Teilhard de Chardin: Evolution – Involution – Personalisation

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32 Teilhard de Chardin

Evolution – Involution – Personalisation

Marie Joseph Pierre Teilhard de Chardin (gest. 1955), Priester aus dem Orden der Jesuiten und Professor für Geologie am Institut Catholique in Paris – fast ein Vierteljahrhundert lang auf paläontologischen Forschungsreisen an Ausgrabungen, so in Afrika, so in China (an der Entdeckung des Sinanthropus Pekinensis) beteiligt – sucht ein Forscherleben lang mit Blick auf den Menschen das zu vereinen, was nicht vereinbar zu sein scheint: die theologische Sicht auf die göttliche Schöpfung und die wissenschaftliche Sicht auf die natürliche Evolution.

Zur Betrachtung steht hier sein anthropologisches Hauptwerk an: Le Phénomène humain in der Deutschfassung696 und darin seine Theorie der Evolution als Personalisation und damit sein Bild der menschlichen Personalität. Dieses Werk, von 1938 bis 1940 in Peking verfasst, wurde erst 1955 veröffentlicht, einige Monate nach dem Tod des Verfassers, nachdem er beinahe fünfzehn Jahre lang ohne Erfolg um die kirchliche Druckgenehmigung gekämpft hatte.

Das Buch war durch seine Kühnheit bald eine heftig umstrittene Sensation. Sein Autor stellt sich auf den Boden der von ihm so genannten Tatsachen – und setzt sich damit zwischen die Stühle – auf der einen Seite der Heilige Stuhl des päpstlichen Lehramtes, auf der anderen Seite der klassische Lehrstuhl des Naturwissenschaftlers. Teilhard de Chardin hat nichts mit den Kreationisten gemein, die in wörtlicher Auslegung der Bibel die Erzählung von der göttlichen Schöpfung gegen die Geschichte der nat...

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