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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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37 Päpstliches Lehramt: Dignitas Personae

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37 Päpstliches Lehramt

Dignitas Personae

Die im Jahr 2008 vom päpstlichen Lehramt herausgebrachte Instruktion unter dem Haupttitel DIGNITAS PERSONAE872 führt frühere vatikanische Lehrschriften weiter und stellt die Würde der Person jedes menschlichen Wesens nochmals besonders heraus. Nur dieser Schrift gilt die folgende Betrachtung. Zu deren Vertiefung wird hier das eingehende Studium der einschlägigen, wichtigen Schriften von Karol Józef Wojtyla empfohlen, dem ersten slawischen Papst, Johannes Paul II., mit der langen Amtszeit von 1978 bis zu seinem Tod im Jahr 2005.873

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Die Ausrichtung der Instruktion ist im Untertitel benannt: über einige Fragen der Bioethik. Anlass dieser bioethischen Fragen sind neuere biotechnische Methoden, welche die menschliche Fortpflanzung betreffen: Fruchtbarkeitsunterstützung. In-vitro-Befruchtung. Auswahl und Beseitigung menschlicher Embryonen. Intrazytoplasmatische Sameninjektion. Einfrieren menschlicher Eizellen und Embryonen. Präimplantationsdiagnostik. Interzeption und Kontragestion. Therapien, die eine Manipulation des menschlichen Erbgutes oder Embryos mit sich bringen: Gentherapie. Klonen menschlicher Wesen. Verwendung menschlicher Stammzellen. Versuche zur Produktion von Hybriden. So oder so die Verwendung von menschlich-„biologischem Material“.

Das ist eine große Schreckenskammer voll von Technologien und Instrumentarien zur Verfügung von Menschen über Leben und Tod, über Gebrauch und Verbrauch menschlicher Wesen in der ersten Zeit ihres Lebens. Schon die bloße Aufzählung biotechnischer Methoden macht deutlich: Die Möglichkeiten der Verachtung, Verwendung, Vernichtung menschlicher Wesen durch andere menschliche Wesen sind immer mehr zu Wirklichkeiten geworden. Diesen Wirklichkeiten laufen die Bedenklichkeiten ethischer Kommissionen nicht nur zeitlich, sondern argumentativ...

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