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Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

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42 Singer: Noch-nicht-Personen. Wirkliche Personen. Nicht-mehr-Personen

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42 Singer

Noch-nicht-Personen. Wirkliche Personen. Nicht-mehr-Personen

Peter Albert David Singer (geb. 1946 im australischen Melbourne) ist Sohn jüdischer Eltern aus Wien, die nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Reich 1938 nach Australien auswanderten. Drei seiner Großeltern wurden von den Nazis ermordet. Mit einem Buch hat er diesem grausigen Schicksal jüdischer Menschen in Gestalt seines Großvaters ein Denkmal gesetzt.1002 Nach Lehrtätigkeiten in Oxford, an der New York University und an der La Trobe University in Melbourne war Singer von 1977 an Professor für Philosophie an der Monash University in Melbourne bis zu seiner Berufung im Jahr 1999 auf die Professur für Bioethik am Center for Human Values der Princeton University im nordamerikanischen Bundesstaat New Jersey.

Die Bioethik von Singer reicht jedoch weit über human values hinaus. Sie gilt den Grundrechten der Lebewesen grundsätzlich jeder tierlichen Gattung einschließlich der menschlichen. Singer kritisiert und bekämpft den von ihm so genannten Speziesismus, die Einengung herkömmlicher Ethik auf die menschliche Spezies. Er steht damit in der neueren, aber bis heute weithin noch kaum ernst genug genommenen Tradition, die im Raum deutscher Sprache von Arthur Schopenhauer und im Raum angelsächsischer Sprache von Jeremias Bentham begründet worden ist.

Gaben diese zwei Moralphilosophen dem stummen Leiden der tierlichen Mitkreatur unter dem Joch der menschlichen Ausbeuter schon seine noch kaum gehörte Stimme, so ist diese heute notwendig lauter geworden. Denn die Not ist immer größer,...

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