Show Less
Restricted access

Was bedeutet es, Person zu sein?

Theodor Rütter

Person zu sein: Was bedeutet das für die Ethik der Zukunft und für unsere Moral heute im Umgang mit uns selbst und im mit einander?

Diese Frage wirft sich aus einem aktuellen Problem auf

− Aus der Digitalisierung aller Lebensbereiche und damit zunehmender Depersonalisierung;

− Aus modernen Technologien und damit verbundenen Ideologien, die immer tiefer in unseren Umgang mit einander und mit uns je selbst eindringen;

− Aus philosophischen Konzepten, die an Hirnforschung und Künstlicher Intelligenz orientiert das Personsein manchen menschlichen Wesen aberkennen und manchen Rechenmaschinen zuerkennen.

Das Buch entfaltet die Antwort auf die in seinem Titel aufgeworfene Frage historisch und systematisch: aus praktischer Vernunft, die sich an den Verstand wendet, das heißt, aus der raison du cœur.

Show Summary Details
Restricted access

46 Mounier: L’éxistence personnelle

Extract

46 Mounier

L’éxistence personnelle

Emmanuel Mounier (gest. 1950), Philosoph eines existenzphilosophisch ausgerichteten Personalismus, bringt im Alter von fünfundvierzig Jahren, im Jahr vor seinem frühen Tod zwei Schriften heraus, die als sein Vermächtnis gelten können und jetzt zu betrachten sind: Introduction aux Existentialismes1187 und Le Personnalisme1188. Mounier schöpft aus seiner umfassenden Kenntnis der Geschichte der Philosophie sowohl der menschlichen Person als auch der menschlichen Existenz.

Das sind zwei Geschichten, die lange neben einander herliefen, sich oft berührten und selten vereinten. In der Philosophie der Person ist selten die Rede von der Existenz. In der Philosophie der Existenz ist selten die Rede von der Person. Mounier bringt die beiden Geschichten der zwei Begriffe, mit denen Menschen sich je selbst zu begreifen versuchen, miteinander ins untergründig immer schon gemeinte oder zumindest lange schon geahnte Verhältnis: L’ éxistence personnelle.

Mounier richtet sich in einer subtilen und doch schlichten Sprache an eine weite Öffentlichkeit, an die vielen Menschen in seelisch-geistiger Not zur trostlosen Zeit der gewaltig nachwirkenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krisen und der politischen und weltanschaulichen Wirren und der unsäglichen Gräuel und Schrecken der zwei Weltkriege.

Und er wendet sich gegen die Herrschaft mancher Ismen zu dieser Zeit – gegen den wissenschaftlichen Materialismus, gegen Objektivismus und Subjektivismus, gegen Individualismus und Kollektivismus, gegen Idealismus und Spiritualismus, gegen den „unduldsamen Optimismus der liberalen oder revolutionären Illusion und dem unduldsamen Pessimismus der Faschismen“ – und vor allem gegen...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.