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Kognitive Aspekte der Phraseologie

Konstituierung der Bedeutung von Phraseologismen aus der Perspektive der Kognitiven Linguistik

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Anna Sulikowska

Diese Monographie verfolgt das Ziel, die zentralen Begriffe der Semantik von Phraseologismen – ihre Idiomatizität, Motiviertheit, Bildhaftigkeit, Bildlichkeit, Ambiguität – aus kognitiver Perspektive zu beschreiben. Die Autorin arbeitet ein Verfahren heraus und erprobt es in korpusbasierten Detailstudien, mit dem semantische Aspekte der Idiome in ihrer Komplexität und Vielfalt anhand eines kongruenten Instrumentariums, unter kohärenten theoretischen Prämissen, erläutert werden. Der wissenschaftliche Wert des Buches liegt in seiner Interdisziplinarität: Hier treffen die empirisch breit abgesicherten Theorien zu Metapher und Metonymie, kognitiver Semantik, mentalen Repräsentationen, literaler und figurativer Sprache, mit der Korpuslinguistik und Phraseologie zusammen.

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Inhaltsverzeichnis

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Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Phraseologie und Phraseologismen

1.1 Geschichte und Forschungsstand der Phraseologie in Deutschland

1.2 Phraseologismen und Idiome

1.2.1 Primäre Merkmale der Phraseologismen

1.2.1.1 Polylexikalität

1.2.1.2 Festigkeit

1.2.1.3 Idiomatizität

1.2.2 Sekundäre Merkmale der Phraseologismen

1.3 Klassifikationen der Phraseologismen

1.4 Zusammenfassung und Ausblick

2. Kognitive Linguistik: Entwicklung, Grundvoraussetzungen, Ansätze

2.1 Grundprämissen des holistischen Ansatzes

2.1.1 Erfahrungsrealismus als philosophische Grundlage holistischer Ansätze

2.1.2 Embodied Cognition

2.1.3 Kategorisierung und Konzepte

2.1.4 Grammatik und Lexikon

2.1.5 Weltwissen und Sprachwissen

2.1.5.1 Frames von Fillmore

2.1.5.2 ICMs von Lakoff

2.1.5.3 Domänen und Profilierungen von Langacker

2.1.6 Interaktionismus und die Rolle des Sprachgebrauchs

EXKURS: Bedeutung in modularen und holistischen kognitiven Ansätzen

2.1.7 Zusammenfassung und Ausblick

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2.2 Analoge Repräsentationsformate und anschauliches Denken in der Kognitiven Linguistik

2.2.1 Repräsentationsformate

2.2.2 Repräsentationstheorien

2.2.2.1 Unitäre Repräsentationstheorie

2.2.2.2 Duale Repräsentationstheorie

2.2.2.3 Multimodale Repräsentationstheorie: Grounded Cognition

2.2.3 Mentale Bilder und Basisbegriffe in der Prototypensemantik von Rosch

2.2.4 Vorstellungsschemata von Johnson

2.2.5 Verbildlichung bei Langacker

2.2.6 Zusammenfassung und Ausblick

2.3 Metapher und Metonymie als kognitive Prozesse

2.3.1 Metapher und Metonymie in der traditionellen Auffassung

2.3.2 Grundzüge der konzeptuellen Metapherntheorie von Lakoff/Johnson

2.3.3 Kritik der konzeptuellen Metapherntheorie

2.3.4 Moderne Auffassung der Metapher und der Metonymie – Update

2.3.4.1 Property attribution model von Glucksberg

2.3.4.2 Klassifikationen der Metaphern

2.3.4.2.1 Konzeptuelle und epistemische Metaphern

2.3.4.2.2 Innovative und konventionalisierte Metaphern

2.3.4.2.3 Propositionale und bildbasierte Metaphern

2.3.4.2.4 Die Einteilung nach dem Generalitätsgrad

2.3.4.2.5 Strukturbezogene Klassifikation der konzeptuellen Metaphern

2.3.4.3 Metonymie

2.3.4.4 Zur Abgrenzung von Metapher und Metonymie

2.3.4.4.1 Metapher und Metonymie vor dem Hintergrund des Domänenbegriffes

2.3.4.4.2 Metaphtonymie

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2.3.5 Die literale, non-literale und figurative Sprache

2.3.6 Zusammenfassung und Ausblick

3. Semantische Besonderheiten der Idiome aus kognitiver Perspektive

3.1 Literale und phraseologisierte Lesart von Idiomen

3.1.1 Semiotische Perspektive

3.1.2 Psycholinguistisch-kognitive Perspektive

3.1.3 Zwischenbilanz

3.2 Idiomatizität

3.2.1 Idiomatizität aus struktureller, pragmatischer und konstruktionsgrammatischer Perspektive

3.2.2 Idiomatizität in der Phraseologie – Versuche der Parametrisierung

3.2.3 Zwischenbilanz

3.3 Motiviertheit der Idiome

3.3.1 Motivation, Motivierbarkeit und Motiviertheit

3.3.2 Typen der Motiviertheit

3.3.2.1 Motivertheitstypologie von Munske

3.3.2.2 Motiviertheitstypologie von Dobrovol’skij/Piirainen

3.3.2.3 Motiviertheitstypologie von Burger

3.3.3 Zwischenbilanz

3.4 Bildlichkeit und Bildhaftigkeit der Idiome

3.4.1 Materielles, mentales und sprachliches Bild

3.4.2 Bildlichkeit und Bildhaftigkeit

3.4.3 Das mentale und das idiomatische Bild

3.4.4 Mentale Bilder und die Konstituierung idiomatischer Bedeutung – Hypothesen

3.4.4.1 Mentale Bilder und konzeptuelle Metaphern: die kognitiv-konzeptuelle Hypothese von Gibbs/O’Brien

3.4.4.2 Mentale Bilder und literale Lesart: property-attribute modell von Glucksberg u.a.

←11 | 12→3.4.4.3 Die Theorie des bildlichen Lexikons von Dobrovol’skij/Piirainen

3.4.5 Zwischenbilanz

3.5 Zusammenfassung

EXKURS:  Korpuslinguistik

4. Mechanismen der Bedeutungskonstituierung von Idiomen

4.1 Daten und Methoden

4.1.1 Untersuchungsmaterial

4.1.2 Methoden der Untersuchung

4.1.2.1 Methoden der Eruierung von konzeptuellen Metaphern

4.1.2.2 Methoden der semantisch-kognitiven Untersuchung am Korpusmaterial

4.1.2.2.1 Die Auswahl der zu beschreibenden Idiome

4.1.2.2.2 Methoden der semantischen Analyse von Idiomen

4.1.2.2.2.1 Erstellung der Belegsammlung

4.1.2.2.2.2 Ermittlung der Verwendungsprofile und Verwendungsmuster

4.1.2.2.3 Methoden der kognitiven Analyse von Idiomen

4.2 Analyse und Interpretation

4.2.1 Konzeptuelle Metaphern als Strukturierungsprinzip des semantischen Feldes der Schwierigkeit/der schwierigen Lage

4.2.1.1 LEBEN IST EIN WEG, SCHWIERIGKEITEN SIND VERHINDERUNGEN DER (VORWäRTS-)BEWEGUNG

4.2.1.1.1 SCHWIERIGKEITEN SIND HINDERNISSE AUF DEM WEG

4.2.1.1.2 SCHWIERIGKEITEN SIND EINE LAST

4.2.1.1.3 SCHWIERIGE LAGE IST EINSCHRäNKUNG DER BEWEGUNGSFREIHEIT

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4.2.1.2 SCHWIERIGKEIT IST UNGENIESSBARES ESSEN

4.2.1.3 SCHWIERIGE LAGE IST FEHLENDE LUFT/LUFTENTZUG

4.2.1.4 SCHWIERIGE LAGE IST HITZE

4.2.1.5 SCHWIERIGE LAGE IST SCHLECHTES WETTER

4.2.1.6 SCHWIERIGE LAGE IST EIN VERLORENES SPIEL

4.2.2 Mechanismen der Bedeutungskonstituierung von Idiomen

4.2.2.1 Die Weg-Metaphorik im Deutschen: SCHWIERIGKEITEN SIND VERHINDERUNGEN DER VORWäRTSBEWEGUNG

4.2.2.1.1 SCHWIERIGKEITEN SIND HINDERNISSE AUF DEM WEG

4.2.2.1.1.1 SCHWIERIGE LAGE IST UNSICHERER BODEN

4.2.2.1.1.1.1 schwankender Boden

4.2.2.1.1.1.2 dünnes Eis

4.2.2.1.1.1.3 glattes Parkett

4.2.2.1.1.1.4 Resümee mit Schwerpunkt: Epistemische Metaphern und Konstituierung der Idiom-Bedeutung

4.2.2.1.1.2 SCHWIERIGKEITEN SIND HINDERNISSE, DIE EINEN ZU FALL BRINGEN

4.2.2.1.1.2.1 ein Bein stellen

4.2.2.1.1.2.2 Knüppel zwischen die Beine werfen

4.2.2.1.1.2.3 Resümee mit Schwerpunkt: Konzeptuelle Metonymien und Konstituierung der Idiom-Bedeutung

4.2.2.1.2 SCHWIERIGKEITEN SIND EINE LAST

4.2.2.1.2.1 Klotz am Bein

4.2.2.1.2.2 am Hals haben

4.2.2.1.2.3 Resümee mit Schwerpunkt: Ontologische Metaphern, Embodiment und Bedeutung von Phraseologismen

4.2.2.1.3 SCHWIERIGE LAGE IST RäUMLICHE BESCHRäNKTHEIT

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4.2.2.1.3.1 in die Enge treiben

4.2.2.1.3.2 jmdn. an die Wand drücken

4.2.2.1.3.3 Resümee mit Schwerpunkt: Interlinguale Äquivalenz, Arbitralität und Motiviertheit von Phraseologismen aus kognitiver Perspektive

4.2.2.2 SCHWIERIGKEITEN SIND UNGENIESSBARES ESSSEN

4.2.2.2.1 ein hartes Brot

4.2.2.2.2 eine harte Nuss

4.2.2.2.3 in den sauren Apfel beißen

4.2.2.2.4 ein dicker Brocken

4.2.2.2.5 Resümee mit Schwerpunkt: Mentales Bild und die Konstituierung der phraseologisierten Bedeutung

5. Resümierende Schlussbemerkungen

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Literatur

Index