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Sprache(n) für Europa. Mehrsprachigkeit als Chance / Language(s) for Europe. Multilingualism as a Chance

Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums in Erlangen (2017) / Selected Papers of the 52nd Linguistics Colloquium in Erlangen (2017)

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Edited By Jürg Strässler

Dieses Buch präsentiert eine Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums 2017 in Erlangen. Unter dem Konferenzthema «Sprache(n) für Europa – Mehrsprachigkeit als Chance» behandeln die 25 Beiträge in deutscher und englischer Sprache vor allem Erst- und Zweitspracherwerb, sprachdidaktische Aspekte sowie Mehrsprachigkeit in interkultureller Kommunikation. Darüber hinaus werden neben Experimenteller Linguistik, Corpus Linguistik und Medienlinguistik auch sprachhistorische, sprachpolitische und pragmatische Aspekte beleuchtet.

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Vergleichende ereignisstrukturbasierte grammatisch-semantische Analyse deutscher und ungarischer Verben (József Tóth)

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József Tóth

Vergleichende ereignisstrukturbasierte grammatisch-semantische Analyse deutscher und ungarischer Verben

1 Zielsetzung: Hierarchische Struktur der Sätze im Sprachvergleich

Die vorliegende Analysemethode, mit der sprachspezifische Bedeutungssysteme im Deutschen und Ungarischen verglichen werden, lässt sich als Antwort auf die folgende Frage beschreiben:

Wie ist die syntaktische Struktur von Sätzen in beiden Sprachen, z. B. im Hinblick auf Satzglieder, Minimal- und Maximalstruktur der Sätze, Satzbauplan und Satzmuster, zu beschreiben? Die Frage nach den Satzkonstituenten der Minimal- bzw. der Maximalstruktur der deutschen und ungarischen Sätze wird im Folgenden systematisch für unterschiedliche Verben beantwortet.

2 Korpus

Die Textbeispiele sind Günter Kunerts Kurzgeschichte Zentralbahnhof (1972) sowie ihrer ungarischen Übersetzung von Mária Ember Központi pályaudvar (1969) entnommen. Ich gehe Kunerts Text Satz für Satz durch. Meine Wahl ist auf diese Erzählung gefallen, da dieser Text aus einer Reihe von aufeinanderfolgenden, gut nachvollziehbaren Teilereignissen besteht.

Der literarische Text kann als kohärent ausgewiesen werden, Isotopien werden durch Lexeme konstruiert, die über ein dominant gesetztes Sem miteinander verbunden sind. Die einmal schon dominant gesetzten semantischen Merkmale werden auch in anderen Lexemen des Textes dominant (Greimas 1971, Schulte-Sasse 71977). Bei der Dominantsetzung einzelner Seme bleiben die anderen Seme latent vorhanden. So werden auch in der Kurzgeschichte von Kunert (1972) all die Lexeme verwendet, in denen jeweils andere Seme dominieren. Homogene Bedeutungsebenen mit dominant-rekurrenten Semen sind in Kunerts Kurzgeschichte zu eruieren (Tóth...

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