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Sprache(n) für Europa. Mehrsprachigkeit als Chance / Language(s) for Europe. Multilingualism as a Chance

Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums in Erlangen (2017) / Selected Papers of the 52nd Linguistics Colloquium in Erlangen (2017)

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Edited By Jürg Strässler

Dieses Buch präsentiert eine Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums 2017 in Erlangen. Unter dem Konferenzthema «Sprache(n) für Europa – Mehrsprachigkeit als Chance» behandeln die 25 Beiträge in deutscher und englischer Sprache vor allem Erst- und Zweitspracherwerb, sprachdidaktische Aspekte sowie Mehrsprachigkeit in interkultureller Kommunikation. Darüber hinaus werden neben Experimenteller Linguistik, Corpus Linguistik und Medienlinguistik auch sprachhistorische, sprachpolitische und pragmatische Aspekte beleuchtet.

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Mehrsprachig sein und bleiben Zum Sprachverhalten mehrsprachiger Albaner und Albanerinnen in Deutschland (Nesrin Limani)

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Nesrin Limani

Mehrsprachig sein und bleiben Zum Sprachverhalten mehrsprachiger Albaner und Albanerinnen in Deutschland

1 Thema, Forschungsziel und Methoden

Dieser Beitrag behandelt die Mehrsprachigkeit einer kleinen Gruppe Albanischsprechenden aus dem Kosovo, die sich aufgrund ethnisches Selbstverständnisses als Albaner und Albanerinnen bezeichnen. Sie leben in Deutschland und sprechen in der Familie alltäglich und selbstverständlich mehr als zwei Sprachen. Dieses Kapital1 aus mindestens drei bis fünf Sprachen hat die zugewanderte Generation aus der Heimat mitgebracht. Die Gruppe kommt aus Prizren, einer Stadt im Süden des Kosovo, wo Mehrsprachigkeit eine kulturelle Tradition darstellt. Angehörige der albanischen Ethnie in Prizren lernen zu den zwei bis drei in der Familie und im sozialen Umfeld verwendeten Sprachen in der Schule zusätzlich ein bis zwei Fremdsprachen.

Das „importierte“ Sprachkapital, das migrationsbedingt um die Sprache des Aufnahmelandes erweitert wird, wird ambivalent bewertet: subjektiv und gruppenspezifisch ganz anders als offiziell, z. B. in Institutionen wie in der Schule und auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland, zumal keine der in den Familien tradierten Sprachen in der Europäischen Union Amtssprache oder halbamtliche Sprache ist.

Der Hauptfokus in diesem Beitrag liegt auf dem Gebrauch dieser Sprachen im Alltag in Deutschland seitens der ersten bzw. zugewanderten Generation und der zweiten Generation, die in Deutschland geboren und/oder aufgewachsen ist. Genauer geht es hier darum zu zeigen,

1. welche Sprachen die Eltern in welchen Situationen verwenden,

2. welche dieser Sprachen Eltern ihren Kindern weitergeben...

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