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Sprache(n) für Europa. Mehrsprachigkeit als Chance / Language(s) for Europe. Multilingualism as a Chance

Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums in Erlangen (2017) / Selected Papers of the 52nd Linguistics Colloquium in Erlangen (2017)

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Edited By Jürg Strässler

Dieses Buch präsentiert eine Auswahl an Beiträgen des 52. Linguistischen Kolloquiums 2017 in Erlangen. Unter dem Konferenzthema «Sprache(n) für Europa – Mehrsprachigkeit als Chance» behandeln die 25 Beiträge in deutscher und englischer Sprache vor allem Erst- und Zweitspracherwerb, sprachdidaktische Aspekte sowie Mehrsprachigkeit in interkultureller Kommunikation. Darüber hinaus werden neben Experimenteller Linguistik, Corpus Linguistik und Medienlinguistik auch sprachhistorische, sprachpolitische und pragmatische Aspekte beleuchtet.

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Die ‚Grammatik‘ der Hassrede – am Beispiel des Dänischen (Klaus Geyer)

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Klaus Geyer

Die ‚Grammatik‘ der Hassrede – am Beispiel des Dänischen

1 Einführung

Hassrede oder Hate Speech tritt uns gerade in Online-Medien in vielen verschiedenen Formen entgegen – dies gilt für das hier untersuchte Dänische ebenso wie für das Deutsche und für viele andere Sprachen. Während einzelne „hässliche“ Wörter recht leicht erkannt (und ggf. auch gelöscht) werden können, gibt es eine ganze Reihe anderer, eher indirekter oder verhüllender Ausdrucksformen, die schwieriger aufzudecken sind. Dabei spielt der Kontext eine entscheidende Rolle, denn nicht jeder Ausdruck, der wie ein Hassrede-Ausdruck aussieht, fungiert zwangsläufig in der konkreten Situation tatsächlich als solcher, und umgekehrt kann ein scheinbar harmloser Ausdruck unter den entsprechenden kontextuellen Bedingungen für Hassrede ge- bzw. missbraucht werden. Dennoch wird im vorliegenden Beitrag der Versuch unternommen, auf der Basis eines kleineren Korpus aus Leserkommentaren von den Webseiten dänischer Online-Medien wichtige Typen von Hassredeausdrücken zu identifizieren. Ihre Analyse geschieht mittels eines konstruktionsgrammatischen Ansatzes.

Der Untersuchung liegen Sprachdaten aus dem durch die Europäische Union kofinanzierten Projekt C.O.N.T.A.C.T. (Creating an On-line Network, monitoring Team and phone App to Counter hate crime Tactics, 2015–2017, JUST/2014/RRAC/AG, www.reportinghate.eu) zugrunde. Die Süddänische Universität hat daran als einer der Projektpartner teilgenommen; zusammen mit meinen Kolleg/inn/en Sharon Millar, Anna Vibeke Lindø und Rasmus Nielsen hatte ich die Gelegenheit, als Mitglied des dänischen Teams am Projekt mitarbeiten.1

Der Beitrag ist folgenderma...

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