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Vergleichende Diskurslinguistik. Methoden und Forschungspraxis

In Zusammenarbeit mit Juliane Niedner

Series:

Edited By Goranka Rocco and Elmar Schafroth

Der Band umfasst aktuelle Themen und Probleme der Vergleichenden Diskurslinguistik sowohl aus theoretischer als auch aus methodologischer und forschungspraktischer Perspektive. Zu den behandelten Sprachen und Sprachräumen (deutsch, englisch, französisch, italienisch, polnisch, portugiesisch, spanisch, türkisch) werden Diskursanalysen zu aktuellen gesellschaftlichen Aspekten wie Migrations-, Bildungs- und Verfassungspolitik, Integration, Familie, öffentlicher und medialer Sprachgebrauch, Euphemismen, Multimodalität in Comics sowie emotionale Sprache im juristischen Kontext durchgeführt sowie grundsätzliche Überlegungen zur Theorie und Methodologie einer Vergleichenden Diskurslinguistik angestellt. Die Autorinnen und Autoren arbeiten in den Bereichen Germanistik, Romanistik, Vergleichende, Angewandte und Multimodale Linguistik sowie Anglistik.

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„Quel que soit le mot choisi …“ – Theorie und Forschungspraxis eines integrativen Diskursbegriffs am Beispiel der französischen Intervention in Mali im Januar/Februar 2013 (Opération Serval) (Martin Reiter)

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Martin Reiter (Düsseldorf)

„Quel que soit le mot choisi …“1 – Theorie und Forschungspraxis eines integrativen Diskursbegriffs am Beispiel der französischen Intervention in Mali im Januar/Februar 2013 (Opération Serval)

Abstract: This contribution sets out to explore an integrative definition of ‘discourse’ which includes the pivotal epistemological and socio-theoretical concepts of the works of Michel Foucault (‘temporary stability’, ‘historical contingency’, ‘regulation’, ‘performativity’, ‘configuration of propositions’) and Ernesto Laclau/Chantal Mouffe (‘dimension of difference’, ‘dimension of equivalence’, ‘empty signifiers’, ‘antagonism’) and transposes them to well-established linguistic categories applicable to comparative discourse analysis. This framework will then be exemplarily presented by analyzing the media coverage of the 2013 French military intervention in Mali (Opération Serval) in French and Spanish newspapers.

Mali, außen, Europresse, Aussagen, Ebene

1.  Einleitung

„When the legend becomes fact, print the legend!“ Als eines der berühmtesten Zitate der Filmgeschichte illustriert dieser Satz aus John Fords The Man Who Shot Liberty Valance (USA 1962) auf pointierte Art und Weise die Wirkmächtigkeit diskursiver Konstruktivität. Hinsichtlich der Spezifität ihrer Existenz unterliegt jede Art von Entität permanent einer Vielzahl von semiotischen, vornehmlich sprachlichen Setzungen, die untereinander konkurrieren, sich gegeneinander durchsetzen, einander ablösen, medial verstärkt („print“) oder marginalisiert werden. Für Laclau/Mouffe ist dieser Aspekt zentral:

An earthquake or the falling of a brick is an event that certainly exists, in the sense that it occurs here and now,...

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