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Migration und sozialer Wandel

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Edited By Nikolaus Dimmel, Franz Gmainer-Pranzl and Sylvia Hahn

Seit 2007 trägt der ULG Migrationsmanagement an der Universität Salzburg dazu bei, Studierenden eine interdisziplinär vermittelte Kompetenz im Bereich Migration zu vermitteln. Dieser Sammelband dokumentiert die wissenschaftlichen Ansätze der entsprechenden migrations-, sozial-, kultur- und religionswissenschaftlichen Module des Curriculums sowie Beiträge von Studierenden, in denen die Themenstellung ihrer Masterarbeit konzentriert vorgestellt wird. Auf diese Weise gewährt das Buch Einblick in ein breites Spektrum von Herausforderungen, die von Fragen der Mindestsicherung, der Pflege und prekärer Beschäftigung bis zum Verständnis von Entwicklung und zum Islamunterricht in der Schule reichen, und leistet dadurch auch einen Beitrag zur Versachlichung und Konkretisierung der Migrationsdebatte.

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Grundversorgung und Mindestsicherung: Entwicklungen seit der „Flüchtlingskrise“ 2015

Grundversorgung und Mindestsicherung: Entwicklungen seit der „Flüchtlingskrise“ 2015

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Stefan Rabl

Abstract: This contribution, which documents and discusses the general and political developments from 2015 to the autumn of 2017, shows how complex is the issue of the basic care of refugees (accommodation, food and drink, financial support, medical care, clothing, teaching materials, advice and other general care) and illustrates the regional differences in the minimum provision for migrants. Alongside an abundance of data and statistics, there is significant information showing that the basic care and minimum provision which are given help to prepare migrants for an independent life in Austrian society.

Keywords: refugee carerefugee accommodationminimum benefitparticipationsocial law

Für Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend selbst bestreiten können, gibt es in Österreich zwei soziale Unterstützungssysteme: die bedarfsorientierte Mindestsicherung und die Grundversorgung. Zur Zielgruppe der Mindestsicherung zählen ÖsterreicherInnen, EU/EWR-BürgerInnen, Drittstaatsangehörige mit einem Daueraufenthaltsrecht, Asylberechtigte und in einigen Bundesländern subsidiär Schutzberechtigte. Über die Grundversorgung, welche deutlich geringere Leistungen als die Mindestsicherung umfasst, werden AsylwerberInnen, Asylberechtigte während der ersten vier Monate nach der Anerkennung, subsidiär Schutzberechtigte und nicht abschiebbare Fremde unterstützt.

Beide Systeme standen immer wieder im Fokus der öffentlichen und politischen Diskussion. Die hohe Zahl an Asylsuchenden im Jahr 2015, als in Österreich mehr als 88.000 Anträge auf internationalen Schutz gestellt wurden, stellte den Bund und die Länder vor allem bei der Grundversorgung vor eine große Herausforderung, weil viele zusätzliche Unterkunftsplätze benötigt wurden. Da...

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