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Migration und sozialer Wandel

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Edited By Nikolaus Dimmel, Franz Gmainer-Pranzl and Sylvia Hahn

Seit 2007 trägt der ULG Migrationsmanagement an der Universität Salzburg dazu bei, Studierenden eine interdisziplinär vermittelte Kompetenz im Bereich Migration zu vermitteln. Dieser Sammelband dokumentiert die wissenschaftlichen Ansätze der entsprechenden migrations-, sozial-, kultur- und religionswissenschaftlichen Module des Curriculums sowie Beiträge von Studierenden, in denen die Themenstellung ihrer Masterarbeit konzentriert vorgestellt wird. Auf diese Weise gewährt das Buch Einblick in ein breites Spektrum von Herausforderungen, die von Fragen der Mindestsicherung, der Pflege und prekärer Beschäftigung bis zum Verständnis von Entwicklung und zum Islamunterricht in der Schule reichen, und leistet dadurch auch einen Beitrag zur Versachlichung und Konkretisierung der Migrationsdebatte.

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Prekäre Beschäftigung und mobile Arbeit – Perspektiven und Handlungswege einer progressiven ArbeitnehmerInnenbewegung

Prekäre Beschäftigung und mobile Arbeit – Perspektiven und Handlungswege einer progressiven ArbeitnehmerInnenbewegung

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Stefan Kronister

Abstract: Work opportunities and migration management are directly interrelated. This contribution sheds light on the problem of precarious employment which often affects migrants. As is shown, the demand for a flexible labour force leads to the irregular employment of migrants. Systems that protect rights are dismantled; the world of employment is pervaded by social uncertainty, as for instance in the gig economy, an economic system that operates as just-in-time organisation of work. Political solutions which seek to make working conditions less precarious benefit both local and migrant workers.

Keywords: labour rightslabour marketvulnerabilityprecarisationlabor Union

Für eine ArbeitnehmerInnenbewegung, die sich am gesellschaftlichen Wandel orientiert, gibt es eine Vielzahl betrieblicher und überbetrieblicher Aufgaben- und Themenstellungen, von denen zwei Aspekte hier bearbeitet werden sollen. Zum einen geht es um prekäre Beschäftigungsformen und damit verbunden um arbeitsrechtliche und soziale (Un-)Sicherheit; zum anderen um Formen mobiler Arbeit, um undokumentierte Migration und Beschäftigung. Der Immigrationsstatus, aber auch die Beschäftigungsform, und damit die „Räume der Il-/Legalität“, sind wesentlich durch staatliche Politik und Gesetzgebung bestimmt bzw. durch das Lobbying von Interessensgruppen wie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden beeinflusst (vgl. Ruhs/Anderson 2010, 197, 199). Mit der Auseinandersetzung um die Regulierung des Zugangs zu Arbeit und Formen der Arbeit wird ein „diskursiv umkämpftes Terrain“ (Altvater/Mahnkopf 2002, 90 ff.) beschritten. Es handelt sich also um politisch umkämpfte Terrains der (In-)Formalität und Räume der Illegalität, wo aufenthaltsrechtliche und/oder sozial- und arbeitsrechtliche Unsicherheit...

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