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Compliance-Miszellen

Dieter Eisele zum 80. Geburtstag gewidmet

Edited By Stefan Gebauer, Christoph Kirschhöfer and Hagen Repke

Dieter Eisele prägte als erster Leiter einer Compliance-Abteilung (Chief Compliance Officer) einer deutschen Bank und einem deutschen Großunternehmen die Maßstäbe nationaler und internationaler Compliance-Arbeit entscheidend mit. Verbundene Weggefährten und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis gratulieren ihm mit ihren Beiträgen in diesem Sammelband zu seinem 80. Geburtstag. Viele der von Dieter Eisele mit herausgearbeiteten Methoden und Verfahren zur Unternehmenspraxis wirken in die heutige Zeit hinein. Die Abhandlungen nehmen daher das Compliance-Gedankengut aus der beruflich aktiven Zeit von Dieter Eisele auf und reflektieren es im Lichte der aktuellen Bedingungen. Die Autoren sprechen mit ihren Betrachtungen zum Risiko- und Compliance-Management Themen an, die zur weiteren Erörterung und Erforschung der Materie inspirieren sollen.

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Kein Raum für Selbstgefälligkeit (Christoph Kirschhöfer)

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Christoph Kirschhöfer

Kein Raum für Selbstgefälligkeit1

Blick auf die Anfänge

„Die Bank“, Zeitschrift für Bankpolitik und Bankpraxis, gestaltete in ihrer Märzausgabe 1993 die Titelseite mit einem roten Siegel und der Schlagzeile: „Compliance – Siegel des Vertrauens“. Dr. Ulrich Weiss, damals als Personalvorstand zugleich verantwortlich für Compliance, erläuterte gegenüber „Die Bank“: „Eine Grundvoraussetzung für einen funktions- und wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt in der Bundesrepublik Deutschland ist eine effiziente Wertpapieraufsicht, um im Wettbewerb mit internationalen Börsen bestehen zu können. Wir haben Wettbewerbsnachteile, die auf das Fehlen einer staatlichen Aufsicht zurückzuführen sind: Die deutsche Börse hat aufgrund dieser fehlenden Einrichtung beispielsweise im Ausland ein so schlechtes Image, dass das Aufstellen von Bildschirmen der Deutschen Terminbörse in einigen Märkten verboten wurde. Nur ein rasches Handeln des Gesetzgebers kann für eine akzeptable Abhilfe sorgen. Bis dahin müssen die Banken weiterhin bemüht bleiben, mit eigenen Ideen und Möglichkeiten dem Verlust von Geschäftsmöglichkeiten entgegenzuwirken. Unter Wettbewerbsgesichtspunkten kann das nur wirksam erfolgen, wenn die allgemein gültigen Standards angewandt werden. Und die Glaubwürdigkeit, die Seriosität eines Marktteilnehmers misst man nach internationalen Gepflogenheiten heute daran, ob er über ein Compliance-System verfügt. Diese Anforderung mussten wir aufgreifen, um konkurrenzfähig zu bleiben, um verlorenes Geschäft zurückzugewinnen und neues hinzu zu werben“2. Weiss äußerte sich mit Blick auf Ziele der Bank: Die Deutsche Bank sollte internationaler werden,...

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