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Erzählanfänge und Erzählschlüsse im Adoleszenzroman

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Nadine Bieker

Der Anfang und das Ende geben einer jeden Erzählung einen Rahmen. Bisher ist jedoch nur unzureichend untersucht worden, wie sich der Anfang, das Ende sowie deren Zusammenhang gestalten. Durch eine strukturalistische Zugangsweise zum Text zeigt der Band je eigene Modelle für die Analyse des Anfangs und des Endes. Eine Übersicht zeigt zudem, wie der Residualtext vom Anfang zum Ende überleiten kann. Der Adoleszenzroman eignet sich als konventionalisierte Kommunikationsform als Grundlage für die Konzeption der Modelle, da durch diese Wahl die Modelle nicht verzerrt werden. Gleichzeitig bahnt diese Subgattung durch ihre sowohl jugend- als auch allgemeinliterarischen Anteile der Übertragbarkeit der Modelle auf andere Gattungen einen Weg.

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7. Ergebnisse

7. Ergebnisse

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Im Folgen werden die im Einleitungskapitel formulierten Forschungsfragen durch die Ergebnisse der Analysen beantwortet. In einem zweiten Schritt werden die Modelle anhand der entsprechenden Ergebnisse komplettiert (Abb. 8 und 9).

Bevor die Ergebnisse detailliert präsentiert werden, kann diese Frage zunächst eindeutig bejaht werden. Um aufzuzeigen, woraus diese Bejahung resultiert, werden die Ergebnisse bezüglich des Erzählanfangs und des Erzählschlusses vorerst getrennt voneinander aufgeführt, um zuletzt die Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Zusammenhänge zu präsentieren.

Der Paratext gilt zwar als eigenständiges Textelement, wird aber vor dem Erzählanfang nicht nur rezipiert, sondern in dieser Arbeit auch analysiert, weshalb mit der Besprechung der Analyseergebnisse dieses Elements begonnen wird.

Wie bereits in Kapitel 3 erläutert worden ist, bezeichnet Genette den Paratext als

jenes Beiwerk, durch das ein Text zum Buch wird und als solches vor die Leser und, allgemeiner, vor die Öffentlichkeit tritt. Dabei handelt es sich […] wie Philippe Lejeune gesagt hat, um „Anhängsel des gedruckten Textes, die in Wirklichkeit jede Lektüre steuern.“ (Genette 1989, 10)

Lejeunes Aussage findet nach den Analysen zunächst eindeutig Zustimmung. Jeder Paratext liefert auf eigene Art und Weise Hinweise auf Komposition, Konstitution und/oder Inhalt des Textes, was Genettes These, dass der Paratext ein äußerst empirisches und differenziertes Objekt bilde, das auf induktive Weise individuell freigelegt werden müsse (vgl. Genette 1989, 19), unterstützt. Bedacht werden sollte jedoch, dass nicht alle Teile des Paratextes gleichzeitig dem Haupttext...

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