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Applied Interdisciplinary Peirce Studies

Series:

Edited By Elize Bisanz

The volume focuses on the application of Peirce’s semeiotic as a methodological tool to establish a common field for interdisciplinary research. Contributors from the fields of biology, architecture, logic, esthetics and neuroscience, among others, work on diverse research problems, unified by the idea of transcending the dyadic limitations of disciplinary restrictions and applying Peirce’s triadic method, and the structure and process of sign relations of the particular problem that has to be solved. The result is an invigorating example of methodological plasticity wherein the reader acquires an understanding of scientific observation within the complex universe of semeiosis relations.

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Gebäude als Peircesche Zeichenprozesse (Matthias Warkus)

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Matthias Warkus

Gebäude als Peircesche Zeichenprozesse

Abstract: Die Identitätsrelation zwischen den verschiedenen Zuständen eines vielfach umgebauten oder gar zerstörten und wieder aufgebauten Gebäudes durch die Zeit kann nicht auf eine Kontinuität der bloßen Bezeichnung, eines materiellem Substrats oder der raumzeitlichen Position reduziert werden, ohne wichtige Aspekte zu vernachlässigen. Der Essay erläutert am Beispiel von Gebäuden, warum ein Begriff von in Wandel befindlichen Gegenständen als bloße Träger von Eigenschaften untauglich ist und solche Gegenstände stattdessen als Zeichenprozesse im Peirceschen Sinne verstanden werden sollten: Als Möglichkeiten, durch bedeutsames Handeln vor dem Hintergrund wertegeleiteter Gemeinschaften Handlungsmöglichkeiten zu erzeugen oder zu vernichten. Hierbei greift der Verfasser auf seine Überlegungen zur allgemeinen semiotischen Beschreibung von Veränderung, die er in Kritik am Veränderungsbegriff der analytischen Ontologie entwickelt hat, zurück. Als Ausblick skizziert der Aufsatz, wie mit Hilfe des Peirceschen Zeichenbegriffs verschiedene Bedeutsamkeits- und Heterogeneitätskonzepte in der Architekturphilosophie in einen gemeinsamen Rahmen gebracht werden können – letztlich also eine Möglichkeit einer allgemeinen Architektursemiotik.

Keywords: buildings, structures, identity, Peirce, architecture, change, sign process, semiosis, meaningful action, modification of buildings, pragmatism

Einleitung: Warum und wann ist Identität von Gebäuden ein Problem?

Gebäude sind groß, gut sichtbar und anderweitig sinnlich wahrnehmbar. Sie sind weitgehend ortsfest und in der Regel eindeutig durch Anschriften (»Domkloster 4«) oder gar Eigennamen (»Kölner Dom«) bezeichnet. Ihre Individuation und Identifizierung scheint...

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