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Migration und Interkulturalität

Theorien – Methoden – Praxisbezüge

Edited By Kerstin Störl

Der massenhafte Zustrom von Menschen aus Syrien, nah- und fernöstlichen Ländern, Afrika und Nicht-EU-Staaten des Balkans, die 2015 und 2016 in Deutschland Asyl suchten, wurde als »Flüchtlingskrise« wahrgenommen. Der vorliegende Band enthält historische, philosophische, kulturwissenschaftliche, psychologische, linguistische und kommunikationswissenschaftliche Studien, die dieses aktuelle Migrationsphänomen und damit im Zusammenhang stehende Kulturkontaktsituationen interdisziplinär und anhand empirischer Daten beleuchten. Das Ziel ist die wissenschaftliche Diskussion anzuregen sowie Praxisvertretern fundierte Argumente anzubieten, um sich mit Missverständnissen in der Bevölkerung auseinander zu setzen, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und den gegenseitigen Respekt voreinander zu fördern.

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Vorwort

Vorwort

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In den Jahren 2015 und 2016 reiste über eine Million Flüchtlinge und Migranten unerlaubt in Deutschland ein. Der Bürgerkrieg in Syrien war eine der Hauptursachen für die Flucht. Aber nicht nur Syrer und Flüchtlinge aus nah- und fernöstlichen Ländern suchten in Deutschland Asyl, sondern auch Migranten aus Afrika und Nicht-EU-Staaten des Balkans. Angesichts des massenhaften Zustroms dieser Menschen, der als „Flüchtlingskrise“ wahrgenommen und so bezeichnet wurde, wurde in der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin das Ziel formuliert, neben dem Angebot an praktischer Hilfe das Phänomen auch wissenschaftlich zu durchdringen, um Missverständnisse in der Bevölkerung auszuräumen, Probleme zu erhellen, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und wissenschaftlich fundierte Argumente gegen das zunehmend fremdenfeindliche Klima in unserem Land anzubieten.

Die Leibniz-Sozietät hat deshalb ihre Jahrestagung 2017 dem Thema „Migration und Interkulturalität. Theorien – Methoden – Praxisbezüge“ gewidmet, die am 5. Oktober 2017 im Max Delbrück Communications Centers auf dem Medizincampus Berlin-Buch stattfand. Nach der Eröffnung durch den Präsidenten der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin, Herrn Prof. Dr. Gerhard Banse, informierte der Staatssekretär für Integration, Herr Daniel Tietze von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, die Teilnehmer(innen) über die aktuelle Flüchtlingssituation in Berlin. Frau Juliane Willuhn, der Einrichtungsleiterin des „AWO Refugiums Berlin-Buch“, stellte diese Gemeinschaftsunterkunft für 560 geflüchtete Menschen vor, bevor der dort wohnhafte Herr Mohamad Haj Ali auf bewegende Weise seine Flucht aus Aleppo in Syrien sowie...

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