Show Less
Restricted access

Migration und Interkulturalität

Theorien – Methoden – Praxisbezüge

Edited By Kerstin Störl

Der massenhafte Zustrom von Menschen aus Syrien, nah- und fernöstlichen Ländern, Afrika und Nicht-EU-Staaten des Balkans, die 2015 und 2016 in Deutschland Asyl suchten, wurde als »Flüchtlingskrise« wahrgenommen. Der vorliegende Band enthält historische, philosophische, kulturwissenschaftliche, psychologische, linguistische und kommunikationswissenschaftliche Studien, die dieses aktuelle Migrationsphänomen und damit im Zusammenhang stehende Kulturkontaktsituationen interdisziplinär und anhand empirischer Daten beleuchten. Das Ziel ist die wissenschaftliche Diskussion anzuregen sowie Praxisvertretern fundierte Argumente anzubieten, um sich mit Missverständnissen in der Bevölkerung auseinander zu setzen, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und den gegenseitigen Respekt voreinander zu fördern.

Show Summary Details
Restricted access

Differenzierte Sprachstandsermittlung und -förderung von DaZ-Schülern während des Unterrichtsgeschehens. Das Sprach-Können im Fokus der Bewertung

Differenzierte Sprachstandsermittlung und

-förderung von DaZ-Schülern während des

Unterrichtsgeschehens. Das Sprach-Können im

Fokus der Bewertung

Extract

Uta Großmann/Winfried Thielmann

Teacher Feedback based on actual learner proficiency – Understanding and fostering learner achievement in German as a Second Language classrooms

This paper attempts to demonstrate that teacher assessment of learner proficiency should be based on the results of second language acquisition research. Since the acquisitional steps of learner varieties do not correspond to target language norms, we endeavor to show that the still well entrenched teaching practice of correcting every single mistake a learner makes is counterproductive and impedes a genuine understanding and assessment of learner achievement.

Was heißt es eigentlich, eine Sprache zu können? Die grammatischen Regeln zu kennen, nach denen Wortformen sich zu korrekten Sätzen verbinden? Sprachlich etwas bei anderen erreichen zu können? Die Sprachlehrforschung fasst ersteres seit langem unter den Begriff des Sprachwissens, letzteres unter denjenigen des Sprach-Könnens. Im Prinzip ist man sich heute einig, dass – auch wenn dieses Konzept noch etwas diffus gehandhabt wird – das Sprach-Können Ziel des Sprachunterrichts zu sein hat. Das Ziel eines jeden Sprachunterrichts muss es sein, die Lerner in die Lage zu versetzen, sprachlich handeln zu können. Was dies in seiner Komplexität bedeutet, hat Konrad Ehlich (2005) mit dem Konzept der Basisqualifikationen zu fassen gesucht. Ehlich unterscheidet die folgenden Basisqualifikationen, die wir hier mit zum Teil leicht modifizierten Charakterisierungen wiedergeben (vgl. 2005: 12):

– die rezeptive und produktive phonische Qualifikation (Lautunterscheidung und -produktion)

– die pragmatische Qualifikation I (erkennen, was ein anderer sprachlich...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.