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Migration und Interkulturalität

Theorien – Methoden – Praxisbezüge

Edited By Kerstin Störl

Der massenhafte Zustrom von Menschen aus Syrien, nah- und fernöstlichen Ländern, Afrika und Nicht-EU-Staaten des Balkans, die 2015 und 2016 in Deutschland Asyl suchten, wurde als »Flüchtlingskrise« wahrgenommen. Der vorliegende Band enthält historische, philosophische, kulturwissenschaftliche, psychologische, linguistische und kommunikationswissenschaftliche Studien, die dieses aktuelle Migrationsphänomen und damit im Zusammenhang stehende Kulturkontaktsituationen interdisziplinär und anhand empirischer Daten beleuchten. Das Ziel ist die wissenschaftliche Diskussion anzuregen sowie Praxisvertretern fundierte Argumente anzubieten, um sich mit Missverständnissen in der Bevölkerung auseinander zu setzen, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und den gegenseitigen Respekt voreinander zu fördern.

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Das Konzept einer interkulturellen Anthropologie – Auseinandersetzung mit Migration, Rassismus und Afrophobie

Das Konzept einer interkulturellen

Anthropologie – Auseinandersetzung mit

Migration, Rassismus und Afrophobie

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Jacob Emmanuel Mabe

The concept of an intercultural anthropology – Discussion of migration, racism and Afrophobia

At present, international migration flows are the dominant issues of interculturality. An excessive fear of alienation lies at the heart of the issue, sometimes giving rise to radical racism. But the fact that the newcomers respond to the fear of the locals with difficult-to-justify acts of violence, is just as unacceptable as xenophobia. In this contribution the author takes the current reality in Germany as an opportunity to propose a comprehensive learning concept that can help all German population groups to familiarize themselves with the manifold challenges of migration. The Federal Republic of Germany has fundamentally changed and could even become a unique home for refugees from East and Central Europe, Africa, America, Asia etc., provided that the spirit of tolerance and diversity is not dismantled, but consistently promoted.

Die internationale Mobilität von Menschen gibt Anlass, über die damit verbundenen sozialen, wirtschaftlichen, politischen und sogar religiösen Faktoren hinaus der eigentlichen Kernfrage der Anthropologie nachzugehen: ob die Migration eine spezifische Eigenart des Menschen ist. Der Mensch ist von Natur aus ein Viator, d. h. ein Wanderer, ein Reisender, ein Pilger, ein Tourist. Als Homo Viator ist er somit ein ständig mobiles Wesen, das „auf Erden sein eigentliches Ziel niemals erreicht“.1 Die Migration mag ein komplexes und vielseitiges Phänomen sein, gehört vollkommen zum Leben des Menschen und dient seiner Selbsterhaltung, Selbstentfaltung sowie Selbstverwirklichung. Die bisherigen...

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