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Aspekte kultureller Identität

Beiträge zur Kulturgeschichte der deutschsprachigen Minderheit in Kroatien

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Edited By Thomas Möbius, Ivana Jozić, Melita Aleksa Varga, Leonard Pon and Ivana Šarić Šokčević

Zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert lebten im heutigen Staatsgebiet Kroatiens zahlreiche deutsche Emigranten. Zwischen ihnen und der kroatischen Mehrheitsbevölkerung fanden z.T. intensive kulturelle Austauschprozesse statt. Im zweiten Band zu dem vom DAAD geförderten internationalen Forschungsprojekt werden Ergebnisse zur Erforschung einzelner Aspekte des regionalen deutschsprachigen Presse-, Theater- und Schulwesens vorgelegt. In einzelnen Beiträgen aus diesem Band wird auf den regen Kontakt zwischen deutscher und kroatischer Sprache und Kultur im Bereich des landwirtschaftlichen Wortschatzes, der gymnasialen Schulordnung, aber auch der Philosophie, Literatur und Theaterpoetik sowie Theaterkritik hingewiesen.

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Tihomir Engler: Tendenzen in der Herausgabe der Übersetzungen von Kästners Werken im Kontext der kroatischen Kinder- und Jugendliteratur

Tendenzen in der Herausgabe der Übersetzungen von Kästners Werken im Kontext der kroatischen Kinder- und Jugendliteratur1

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Tihomir Engler

Heute gilt als unumstrittene Tatsache, dass das Schaffen von Erich Kästner (1899−1974) zum festen Bestandteil der Kinder- und Jugendliteratur nicht nur im deutschsprachigen Raum geworden ist, sondern weltweit ein solches Ansehen genießt, dass man sich den kinder- und jugendliterarischen Betrieb in zahlreichen anderen Nationen ohne Kästners Werke nicht vorstellen kann. So ist es auch in Kroatien, wo u. a. im Lehrplan für die vierte Grundschulklasse sogar vier Werke von Kästner zur Wahl angeboten werden: Emil und die Detektive, Pünktchen und Anton, Das fliegende Klassenzimmer und Das doppelte Lottchen, von denen ein Titel im Unterricht obligatorisch zu bearbeiten ist (vgl. MZSO 2013: S. 34). Diesbezüglich stellt sich die Frage, weshalb heute in Kroatien gerade diese Titel als Pflichtlektüre vorgeschlagen werden. Eng verbunden damit ist auch die Frage nach der Art und Weise, auf die Kästners Werke überhaupt dem jugoslawischen bzw. kroatischen Lesepublikum zugänglich geworden sind.

Zuvor sei aber noch kurz an die Entstehungsgeschichte von Kästners Werken erinnert. Dazu meint Kästner, er sei mehr oder weniger zufälligerweise zum Kinderbuchautor geworden: „Die Verlegerin Edith Jacobsohn vom Verlag Williams & Co. hatte einige Texte Kästners, die er für die Kinderbeilage der Dresdener Zeitschrift Beyers für Alle geschrieben hatte, gelesen und forderte den jungen Autor auf, einen Roman für Kinder zu verfassen“ (Kümmerling-Meibauer 1999: S. 512). Aus diesem Anlass heraus entsteht einer der berühmtesten Kriminalromane für Kinder, n...

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