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Wiener Slawistischer Almanach Band 82/2019

Nostalgie. Ein kulturelles und literarisches Sehnsuchtsmodell. Tagung in München April 2017

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Edited By Brigitte Obermayr, Anja Burghardt and Aage A. Hansen-Löve

Der Band enthält 21 Beiträge, die aus der Münchener Tagung zum Thema «Nostalgie. Ein kulturelles Sehnsuchtsmodell» (April 2017) hervorgegangen sind. Allesamt sind sie dem literarischen bzw. kulturellen Phänomen der Nostalgie in den osteuropäischen Literaturen (zumal der russischen, der polnischen und den südslawischen) gewidmet. Es geht um kulturelle Sehnsuchtsorte (vom Dnepr bis nach Odessa, vom alten Ägypten zum mythischen Kitež) bei den Klassikern bis hin zu Vertretern der Moderne und der Gegenwartsliteratur. Ausgangspunkt aller Darstellungen ist die theoretische Vertiefung des Nostalgie-Konzepts in unterschiedlichen kulturellen und literarischen Kontexten. Unter anderen werden folgende Autoren behandelt: Gogol’, Gončarov, Čechov, Bal’mont, Platonov, Ėjchenbaum und Benjamin, Tynjanov, Miłosz, Nabokov und Brodskij, Konopnicka, Ugrešic, Šepitka, Prilepin u.v.a.

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Anja Burghardt (München), Nostalgie in Maria Konopnickas Italiensonetten

NOSTALGIE IN MARIA KONOPNICKAS ITALIENSONETTEN

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Anja Burghardt

Mit der folgenden Anrufung beginnt Maria Konopnickas Gedichtband Italia (1901 Italien), ehe der Zyklus Sonety Włoskie (Italiensonette) einsetzt. Bereits hier klingen Aspekte an, die für die weiteren Gedichte des Zyklus prägend sind: die Schönheit Italiens, welche die Reisenden alles Alltägliche vergessen lassen kann; mit Wendungen wie „Gib uns die Kraft“ oder „Lass uns“ dies oder jenes tun, die diesen Eingangshymnus durchzieht, wie auch mit der Metapher eines Tempels wird Italien und seiner Schönheit eine gleichsam göttliche Kraft zugeschrieben.

Którzy idziemy w słoneczny twój chram,

O wieczne piękno!

[…]

Daj stopom naszym, co pył ziemskich dróg

Na sobie niosą,

Przestąpić w blaskach jutrzenny twój próg;

Obmyj nas, ulecz z małości i z trwóg

Zaranną rosą!1

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