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Vom Gipfel der Alpen… Schweizer Drama und Theater im 20. und 21. Jahrhundert

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Edited By Karolina Sidowska and Monika Wąsik

Das Ziel dieses Buches ist in erster Linie die Popularisierung dieser Schweizer Theaterautoren, die – mit Ausnahme vielleicht von Lukas Bärfuss – im polnischen sowie europäischen Umfeld wenig bekannt oder gar unbekannt sind, wie Mathias Zschokke, Thomas Hürlimann, Lukas Linder, etc. Bei manchen von ihnen steht das politische und soziale Engagement deutlich im Fokus (Albert Ehrismann, Urs Widmer, Milo Rau). Darüber hinaus wird aus heutiger Perspektive der Literaturkanon, d.h. das Œuvre von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, neu gelesen und reinterpretiert. Nicht zuletzt finden hier auch einige Aspekte der Organisation des Theatersystems in der Schweiz, wie z.B. die Förderungsmaßnahmen für junge AutorInnen oder das gegenwärtige Puppentheater, eine Beleuchtung. 

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Isabel Hernández: Don Juan in Schweizer Tracht: Max Frisch und das spanische Theater

Don Juan in Schweizer Tracht: Max Frisch und

das spanische Theater

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Isabel Hernández

Zusammenfassung: Gleich nach seiner Erstaufführung am 5. Mai 1953 im Zürcher Schauspielhaus wurde Max Frischs Stück Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie schnell zu einem der größten Bühnenerfolge des Schweizer Schriftstellers. Dass er gerade aus dem spanischen Mythos überhaupt – Don Juan Tenorio – die Hauptfigur seines Stückes macht, kann in vielen Hinsichten interpretiert werden. Einerseits als Wiederspiegelung der Mann-Frau-Problematik, die Frischs Werk insgesamt vom Anfang bis Ende durchzieht; andererseits aber setzt er sich als Dramaturg in die lange Liste der Autoren ein, die ihre Vorliebe für diese problematische männliche Figur gezeigt haben. Warum er gerade den Don Juan auswählt und inwiefern aber Frischs Text von der klassischen Tradition des spanischen Theaters abweicht – oder nicht – wird hier analysiert, davon aber ausgehend, dass Frisch nie ein großes Interesse für Spanien gezeigt hat.

Schlüsselwörter: Don Juan, spanische Literatur, Max Frisch, Schweizer Theater

„Spanien ist eine völlig andere Welt. Die Pyrenäen sind ein Wall, eine Grenze unsrer abendländischen Heimat“, schreibt Max Frisch am Anfang seines Essays Spanien – Im ersten Eindruck.1 Der aus sechzehn Seiten bestehende Text wurde 1951 in der vierten Ausgabe der Zeitschrift Atlantis veröffentlicht, genau ein Jahr nach der Spanienreise, die der Schriftsteller mit seiner Frau Trudy unternommen hatte, und auf der sie Städte wie Barcelona, Madrid, Toledo, Granada, Cordoba und Sevilla besuchten. Das Essay lässt erkennen, dass der Eindruck, den das Land auf...

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