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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Gerda Haßler (Potsdam): Kollokationen in der Pressesprache und in politischen Reden

Kollokationen in der Pressesprache und in politischen Reden

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Gerda Haßler (Potsdam)

In diesem Beitrag wird ein kleiner Ausschnitt aus einem Forschungsprojekt dargestellt,1 in dem der Gebrauch von Sprache zwischen kreativer Verwendung sprachlicher Mittel und den Zwängen der Fixierung (cf. Blumenthal 2011, Haßler 2017) bestimmter Kombinationen untersucht wird. Dabei soll eine Beschränkung der Beispiele auf politische Reden und Pressesprache erfolgen (cf. Blumenthal 2000), da dort die Diskursgebundenheit der entstehenden Kollokationen besonders deutlich ist. Mit Mejri (2005: 184) fassen wir Kollokationen als konventionelle Kookkurrenzen von zwei oder mehreren Lexemen auf. Eine Kollokation ist somit

[…] une co-occurrence conventionnelle, résultant d’une forte contrainte sémantique de sélection qui se manifeste dans la valence d’une unité lexicale, et qui a pour effet de restreindre la compatibilité des mots avec l’unité en question. La notion sert principalement à décrire les assemblages lexicaux habituels, autrement dit ceux qui sont entérinés par l’usage.

Im Unterschied zu Syntagmen als aus mehreren Wörtern bestehenden Satzkonstituenten, die sich in der Regel frei zusammensetzen können, ist das Entstehen von Kollokationen durch semantische Bedingungen eingeschränkt. Der Begriff der Kollokation geht davon aus, dass das gehäufte benachbarte Auftreten von Wörtern durch deren semantische Qualität bedingt ist.

Die Tatsache, dass „es keine Rede ohne Rückführbarkeit auf generelle Muster gibt“ (Stempel 1972: 175), hat bereits seit der Antike Anlass zu verschiedenen Theoriebildungen innerhalb wissenschaftlicher Disziplinen gegeben. Aschenberg (2003: 2) unterscheidet drei Ansätze, unter denen diese Muster bisher ins...

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