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Dynamische Approximationen

Festschriftliches pünktlichst zu Eva Lavrics 62,5. Geburtstag

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Edited By Marietta Calderón and Carmen Konzett-Firth

Der vorliegende Band ist der Romanistin Eva Lavric als Festschrift gewidmet. Er spiegelt durch die Auswahl der Beiträge Eva Lavrics wissenschaftliches Œuvre und ihre vielfältige internationale Vernetzung wider. Die Beiträge nehmen häufig eine kontrastivlinguistische Perspektive ein, beschäftigen sich aber nicht nur mit dem Deutschen und dem Französischen, sondern gehen weit darüber hinaus. Methodologisch spannt sich der Bogen von theoretischen Modellierungen und klassischen systemlinguistischen Beschreibungen syntaktischer oder semantischer Phänomene über diskursanalytische Ansätze und neue soziolinguistische Methoden wie dem  «linguistic landscaping» bis hin zur Korpuslinguistik und Interaktionsforschung.

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Jannis Harjus (Innsbruck): Lo siento pisha to er mundo no pué ser de Cai: Graphische Approximationen an phonetisch-phonologische Elemente des in Andalusien gesprochenen Spanisch in den linguistic cityscapes der Provinz Cádiz

Lo siento pisha to er mundo no pué ser de Cai:

Graphische Approximationen an phonetisch-phonologische Elemente des in Andalusien gesprochenen Spanisch in den linguistic cityscapes der Provinz Cádiz

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Jannis Harjus (Innsbruck)

Als ich mich im Wintersemester 2016/17 Eva Lavric als neuer Kollege vorstellte und ihr dabei von meinem Post-Doc-Projekt über Rivalitätsdiskurse im südeuropäischen Fußball berichtete, das partiell auch die Erforschung von linguistic landscapes1 einschließen sollte, sagte sie mir, dass sie die alleinige Untersuchung von Schildern im öffentlichen Raum für eine viel zu seichte Methode in der modernen Soziolinguistik halte. Eine Beschilderung in verschiedenen Sprachen sage zu wenig über die tatsächliche Verwendung gesprochener Sprachen im determinierten (urbanen) Raum aus. Es passte nur zu gut zu Eva Lavrics dynamischer Herangehensweise an die Linguistik, dass sie dennoch im folgenden Semester ein Projektseminar zur Erforschung der LL in Innsbruck durchführte, um sich mit Ausbaumöglichkeiten der methodischen Herangehensweise an die Untersuchung von Sprache im öffentlichen Raum zu beschäftigen. Im Rahmen der ihr gewidmeten Festschrift möchte ich mich deshalb auch sprachlichen Besonderheiten auf Beschilderungen widmen und mich dabei, ganz ihrem dynamischen Innovationsdrang entsprechend, methodischen Neuerungen annähern.

Bereits seit den späten 1960er-Jahren werden sprachliche Elemente auf Beschilderungen des öffentlichen Raums untersucht. Diese prolegomena (cf. Spolsky 2009) verwenden noch nicht den seit Landry / Bourhis (1997) aktuellen Begriff LL, der in den letzten Jahren in der allgemeinen Soziolinguistik etabliert worden ist. Der Terminus LL bezieht sich auf die linguistische Analyse von schriftlichen Texten auf Beschilderungen im öffentlichen Raum: „It is the attention to language in the environment, words and images displayed and exposed in public spaces, that is the...

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