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Germanistische Kontexte

Linguistische Belege und literarische Reflexe. Band I

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Edited By Mariola Wierzbicka and Grzegorz Jaśkiewicz

Das Buch präsentiert Ergebnisse der Forschungsarbeit aus vielen Bereichen der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Ein gemeinsamer Nenner ist die Verwendung der deutschen Sprache in Kommunikation, im DaF-Unterricht, in Erinnerungskultur mit ihren semantischen Phänomenen, sowie unter pragmatischem Aspekt. Erörtert werden Fragestellungen zu parlamentarischen Zwischenrufen, Funktionsverbgefügen in den Online-Zeitungen, der DDR-Geschichte und ihrer Rezeption, zur Höflichkeit unter den Studenten von heute, zu Phrasemen im modernen Fremdsprachenunterricht, semantischen Relationen in Komposita anhand von deutscher Küche bis hin zu bevor- und ehe-Subjunktoren sowie Zeitverlaufsstrukturen.

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Grzegorz Jaśkiewicz: Semantik und Erinnerung. 17. Juni 1953 aus autobiographischer Sicht der DDR-Autoren nach 1990

Semantik und Erinnerung. 17. Juni 1953 aus

autobiographischer Sicht der DDR-Autoren

nach 1990

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Grzegorz Jaśkiewicz

Abstract: The uprising in the GDR on 17 June 1953 has gone down in history as a bloody revolution. In the FRG the events were celebrated, in the GDR they were criticized and interpreted in a propagandist manner. This article presents a historical outline with focus on the disputes over terminological questions about the events of June 1953 in the GDR. However, the autobiographical texts of former GDR writers, written after 1990, are the focus of deliberations. Based on these autobiographies, these writers’ memories are presented on June 17, 1953, and their attitudes are described by the semantic means used.

Keywords: GDR, June Uprising, semanticsmemory, history

„Wenn die marxistisch-leninistische Geschichtsschreibung der DDR die in den Jahren 1945 bis 1961 vollzogenen gesellschaftlichen Veränderungen als einen einheitlichen revolutionären Prozeß versteht und dessen erste Etappe als antifaschistisch-demokratische Umwälzung, dessen zweite als sozialistische Revolution charakterisiert, so befindet sie sich in weitgehender Übereinstimmung mit dem zeitgenössischen Verständnis der diesen Prozeß führenden marxistisch-leninistischen Partei der Arbeiterklasse. Natürlich haben auf dieses Verständnis jeweils konkrete historische und politische Bedingungen des Kampfes mit eingewirkt, bzw. sind bestimmte Wesenszüge dieses revolutionären Prozesses zu verschiedenen Zeiten begrifflich unterschiedlich reflektiert worden.“ (Benser 1979:20) Dieses längere Zitat, das im Buch „Die DDR in der Übergangsperiode“, Akademie-Verlag Berlin, erschienen im Jahre 1979, steht, soll mit seiner zeittypischen und stilgerechten Sprache in die Überlegungen einführen, denen die Ereignisse vom 17. Juni 1953 zugrunde...

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