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Germanistische Kontexte

Linguistische Belege und literarische Reflexe. Band I

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Edited By Mariola Wierzbicka and Grzegorz Jaśkiewicz

Das Buch präsentiert Ergebnisse der Forschungsarbeit aus vielen Bereichen der germanistischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Ein gemeinsamer Nenner ist die Verwendung der deutschen Sprache in Kommunikation, im DaF-Unterricht, in Erinnerungskultur mit ihren semantischen Phänomenen, sowie unter pragmatischem Aspekt. Erörtert werden Fragestellungen zu parlamentarischen Zwischenrufen, Funktionsverbgefügen in den Online-Zeitungen, der DDR-Geschichte und ihrer Rezeption, zur Höflichkeit unter den Studenten von heute, zu Phrasemen im modernen Fremdsprachenunterricht, semantischen Relationen in Komposita anhand von deutscher Küche bis hin zu bevor- und ehe-Subjunktoren sowie Zeitverlaufsstrukturen.

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Grzegorz Jaśkiewicz: Günther Sarges „Im Dienste des Rechts: Der oberste Richter der DDR erinnert sich“ oder über die Möglichkeit, im Jahr 2013 die DDR-Sprache zu sprechen

Günther Sarges „Im Dienste des Rechts: Der

oberste Richter der DDR erinnert sich“ oder

über die Möglichkeit, im Jahr 2013 die DDR-

Sprache zu sprechen

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Grzegorz Jaśkiewicz

Abstract: „Im Dienste des Rechts. Der oberste Richter der DDR erinnert sich“ is an autobiography of Günther Sarge, former President of the Supreme Court of the GDR and a General of the NVA. Based on this text and selected examples, this paper analyzes linguistic phenomena that support the thesis that language can maintain or build an identity. In Sarge’s text, lexemes that can be connotated as GDR terms were identified and are considered such. The analysis shows the frequency of use as well as contexts in which the respective lexemes appear. This is an attempt to prove the influence of this terminology on the (re)emergence of GDR identification.

Keywords: GDR, Sarge, autobiography, GDR vocabulary

Identität und Identifikation sind Phänomene, die im soziologischen Bereich sehr stark verankert sind. Zu deren Untersuchung können allerdings Werkzeuge aus anderen Disziplinen herangezogen werden, wie etwa Linguistik und Literaturwissenschaft. Einen direkten Anlass zu den in diesem Beitrag angeführten Überlegungen gab mir der Artikel von Ulla Fix mit dem Titel „Identität durch Sprache – eine nachträgliche Konstruktion?“1, in dem die Autorin die DDR-Identität in diversen Ausprägungen, etwa als Gruppenidentität, betrachtet, indem sie der identitätsbildenden Rolle der Sprache im Rahmen eines größeren Projekts am ←63 | 64→IDS Mannheim aufgrund von Interviews nachforschte. Mich interessiert in dem Zusammenhang der DDR-Identität die Rolle der Sprache in der Identitätsbewahrung, oder vielmehr in dem Wiederaufbau dieser Identität....

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