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Nach der Einsprachigkeit

Slavisch-deutsche Texte transkulturell

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Diana Hitzke

Postkoloniale Konstellationen lassen sich nicht (mehr) in das Eigene und das Andere, in das Originäre und das Nachgeahmte, in ein Hier und Dort auseinanderdividierenden. Sie sind geprägt von Verflechtungen, Hybri-disierungen und wechselseitigen Aneignungsprozessen. In diesem Band analysiert die Autorin Texte von Jurij Brězan, Irena Brežná, Mascha Dabić, Róža Domašcyna, Olga Grjasnowa, Barbi Marković, Olga Martynova und Aleksandar Tišma. Sie zeigt auf, dass alle Werke sich mit multiplen Zuge-hörigkeiten, Mehrsprachigkeit und Übersetzung auseinandersetzen. Die Texte dekonstruieren Grenzen sprachlicher und kultureller Zugehörigkeit, thematisieren aber auch Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus. Damit beschreiben sie mehrsprachige Welten jenseits von hegemonialer Einsprachigkeit.

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Erstpublikationsnachweis

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Erstpublikationsnachweis

Teile des Buches wurden bereits als Aufsätze veröffentlicht. Sie wurden stilistisch und argumentativ in den Buchkapiteln angepasst und überarbeitet. Für die Möglichkeit des Wiederabdrucks möchte ich mich bei den Verlagen Brill, Peter Lang, Transcript und Harrassowitz bedanken.

In die Einleitung wurde der Blogbeitrag mit dem Titel „Warum Einzelsprachlichkeit?“ integriert, der 2017 auf dem Blog Undercurrents. Forum für linke Literaturwissenschaft mit dem „Schwerpunkt Nationalismus & Germanistik“ erschienen ist (https://undercurrentsforum.com/20 17/09/03/diana-hitzke-warum-einzelsprachlichkeit/, PDF vom 03.09.2017). Das zweite Kapitel ist eine erweiterte und stark überarbeitete Version eines Aufsatzes, der in dem von Anetta Buras-Marciniak und Marcin Gołaszewski herausgegebenen Tagungsband zur 2014 in Łódź abgehaltenen Konferenz Südslawen und die deutschsprachige Kultur unter dem Titel „Aleksandar Tišmas Novi Sad als Zone der kulturellen Differenz und Übersetzung“ (Frankfurt am Main u.a. 2015, 321–332) erschienen ist. In das dritte Kapitel wurden zwei bereits veröffentlichte Aufsätze integriert: „Translation, Adaptation, Circulation: Barbara Marković’s Izlaženje“. Journal of World Literature 1/3 (2016), Special Issue: Translation Studies Meets World Literature, edited by Susan Bassnett and David Damrosch, 426–444 und „Übersetzung als Transkonzept? Olga Grjasnowas Der Russe ist einer, der Birken liebt“. Lavorano, Stephanie; Mehnert, Carolin; Rau, Ariane (Hg.): Grenzen der Überschreitung. Kontroversen um Transkultur, Transgender und Transspecies. Bielefeld: Transcript 2016, 41–56. Der Aufsatz über Marković wurde aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Das fünfte Kapitel wurde unter dem Titel „Sorbische Literatur als verflochtene Literatur – Serbska literatura jako splećena literatura“ in Zeszyty Łużyckie 52 (2018), 77–98, veröffentlicht. Das sechste Kapitel wurde veröffentlicht als „‚[W];ono by było hinaše morjo, hdy by njepřiwzało tež wodu rěčki Satkule‘. Zur Poetik des Fließens in Jurij Brězans Krabat“. Kempgen, Sebastian; Wingender, Monika; Udolph, Ludger (Hg.): Deutsche Beiträge zum 16. Internationalen Slavistenkongress, Belgrad 2018. Wiesbaden: Harrassowitz 2018, 397–406.

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