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Nach der Regierungsbildung – vor den Reformen im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich

23. Bad Orber Gespräche über kontroverse Themen im Gesundheitswesen

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Edited By Eberhard Wille

Dieser Band der Bad Orber Gespräche 2018 enthält die erweiterten Referate eines interdisziplinären Workshops zum Thema  «Nach der Regierungsbildung – vor den Reformen im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich». Vertreter des Deutschen Bundestages, des Gemeinsamen Bundesausschusses, des GKV-Spitzenverbandes, der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, der pharmazeutischen Industrie und der Wissenschaft erörtern den Reformbedarf im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich.

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Jürgen Wasem, Susanne Staudt, Sonja Schillo, Florian Buchner und Gerald Lux: Arzneimitteltherapie und Morbi-RSA: Neuere Entwicklungen

Arzneimitteltherapie und Morbi-RSA:

Neuere Entwicklungen

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Jürgen Wasem, Susanne Staudt, Sonja Schillo,Florian Buchner und Gerald Lux

Vor zehn Jahren wurde mit dem „Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (Wettbewerbsstärkungsgesetz, GKV-WSG, 2007) der Morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eingeführt. Seitdem besteht deren Finanzarchitektur im Wesentlichen wie in Abbildung 1 beschrieben, wobei im Laufe der Jahre eine Reihe von Änderungen vorgenommen wurden, bis der dargestellte aktuelle Stand erreicht wurde.



Abbildung 1: Finanzarchitektur der GKV ab 01.01.2019

Die Finanzierung der GKV in Deutschland erfolgt seit dem GKV-WSG im Wesentlichen dadurch, dass alle zur Zahlung von Beiträgen Verpflichteten den gesetzlich festgelegten Beitragssatz (insbesondere den allgemeinen Beitragssatz von zurzeit 14,6 %) ihres Einkommens über ihre Krankenkassen an den Gesundheitsfonds zahlen. Dort werden auch die Zahlungen der Bundesagentur für Arbeit, der Minijob-Zentrale und der Rentenversicherungsträger sowie der Bundeszuschuss (von aktuell 14,5 Mrd. Euro) gesammelt. Aus dem Fonds erhalten die Krankenkassen dann für jeden Versicherten morbiditätsbasierte Zuweisungen sowie solche für Verwaltungsausgaben, Satzungs- und Mehrleistungen und eine Pauschale für TeilnehmerInnen von strukturierten Behandlungsprogrammen (Disease Management Programme, DMP).

Seit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FQWG) von 2014 sind die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds systematisch niedriger als die Ausgaben der Krankenkassen, so dass die Kassen in aller Regel – sofern sie die Differenz nicht durch Abbau von Rücklagen kompensieren können – Zusatzbeiträge zur Sicherung des Haushaltsausgleichs...

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