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Antike und Byzanz als historisches Erbe in Südosteuropa vom 19.–21. Jahrhundert

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Edited By Hans-Christian Maner and Ioannis Zelepos

Der Sammelband enthält Beiträge internationaler Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen zur Wahrnehmung von Antike und Byzanz als historischem Erbe in Südosteuropa vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die Fallbeispiele reichen von Bosnien-Herzegowina bis zur Türkei. Die Autoren untersuchen Medialisierungen von Vergangenheit in komparativer Perspektive im Hinblick auf wissenschaftliche Diskurse sowie auf politische und ideologische Indienstnahmen unter besonderer Berücksichtigung jüngster und gegenwärtiger Entwicklungen. Ihre differenzierten Einzelanalysen liefern somit ein wertvolles Kompendium zum aktuellen Thema «Public History» in der Region.

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„De la Rîm ne tragem“ – Zum Bezug auf die Antike in der rumänischen Geistesgeschichte

De la Rîm ne tragem – Zum Bezug auf die Antike in der rumänischen Geistesgeschichte

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Wolfgang Dahmen

The reference to the ancient world with the extraction from Trajan’s Roman soldiers is of great importance in Romania. Thus, a positioning in the circle of the Romance languages and cultures and a distinction from the later arrived neighbours is possible. This paper explains with selected examples from the Romanian intellectual history the intensity of the efforts to connect above all to the cultures of France and Italy regarded as role models

1. Die Grundlagen

1.1. Die Rumänen – ein romanischsprachiges Volk

Bei der Berufung auf die Antike haben die Rumänen im Vergleich zu den anderen Völkern Südosteuropas (sieht man natürlich von den Griechen ab) einen großen Vorteil – sie sprechen eine romanische Sprache, d.h. eine Sprache, die eine Fortsetzung des Lateins ist wie etwa das Italienische, Französische oder Spanische auch. Das Grundprinzip der Entstehung der romanischen Sprachen liegt in der Unterwerfung des Mittelmeerraumes durch die Römer mit der Errichtung des Imperium Romanum. Als militärische Eroberer und neue politische Herrscher brachten die Römer ihre Sprache, das Latein, mit, das sich dann in den meisten Provinzen gegenüber den früheren autochthonen Sprachen wie etwa dem Gallischen im heutigen Frankreich (man denke an die bekannten Astérix-Geschichten) nach und nach durchsetzte und diese verdrängte. Die bis dahin dort verbreiteten Idiome hinterließen im gesprochenen Latein zwar Spuren vor allem im Wortschatz (etwa für Gegenstände, Pflanzen, Tiere, die den Römern...

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