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Transfer und Transformation von Wissen

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Edited By Matthias Ballod

Wissenstransfer und Wissenstransformation sind zentrale Herausforderungen in der Wissensgesellschaft. Die fortschreitende Fragmentierung von Wissensdomänen und die eingeschränkte Zugänglichkeit von Wissensressourcen sind nur zwei gegenläufige Tendenzen. Umso mehr rücken funktionale Aspekte von Wissenskonstruktion und Wissenskonstitution in den Blickpunkt. Dieser Band bündelt ausgewählte transdisziplinäre Perspektiven und Positionen des Themenfeldes.

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Matthias Ballod: Einleitung

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Matthias Ballod

Einleitung

Der Transfer von Wissen stellt eine der bedeutendsten Herausforderungen unserer Wissensgesellschaft dar, nicht zuletzt, da in immer weiter ausdifferenzierten Wissenschaftsdomänen immer kleinere Personengruppen dieses Wissen tatsächlich rezipieren und nutzen können. Umso drängender ist es, den Austausch innerhalb und zwischen Disziplinen zu stärken, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen und Bekanntes zu rekontextualisieren. Im Zentrum steht das Bestreben, wissenschaftliche Erkenntnisse so zu kommunizieren, dass sie zugänglich und nutzbar werden. Das heißt, die potenzielle Zugänglichkeit zu Wissensressourcen hat exponential zu-, die tatsächliche Zugänglichkeit abgenommen. Dass hierbei ganz unterschiedliche Einflussfaktoren eine Rolle spielen, konnte man in Vorträgen und Diskussionen heraushören und in diesem Band nachlesen. Geboten scheint aus theoretischer und praktischer Sicht eine transdisziplinäre Perspektive, wie sie anknüpfend an den letzten Band in dieser Reihe zur Berliner Tagung (2017) angelegt ist.

Denn: Fast alle wissenschaftlichen Disziplinen setzen sich in irgendeiner Form mit Information und Wissen auseinander. Sie definieren diese Begriffe jedoch sehr unterschiedlich, bezogen auf kaum kompatible Theorien und Referenzrahmen und daher also zumeist disziplinintern. Als Sprach- und Kommunikationswissenschaftler*innen streben wir keinen einheitlichen Wissensbegriff an. Aber: Unabhängig davon, was wir mit Wissen meinen, kann Wissen nur dann gesellschaftlich wirksam und fruchtbar werden, wenn dieses Wissen selbst und über Wissen kommuniziert werden kann. Notwendig erscheint daher ein Versuch, sich über Fachgrenzen hinaus über Wissen zu verständigen.

Die intensive Erforschung von Wissen und Wissenskommunikation innerhalb unseres eigenen...

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