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Transfer und Transformation von Wissen

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Edited By Matthias Ballod

Wissenstransfer und Wissenstransformation sind zentrale Herausforderungen in der Wissensgesellschaft. Die fortschreitende Fragmentierung von Wissensdomänen und die eingeschränkte Zugänglichkeit von Wissensressourcen sind nur zwei gegenläufige Tendenzen. Umso mehr rücken funktionale Aspekte von Wissenskonstruktion und Wissenskonstitution in den Blickpunkt. Dieser Band bündelt ausgewählte transdisziplinäre Perspektiven und Positionen des Themenfeldes.

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Hans-Liudger Dienel: Persönliches Wissensmanagement in Naturwissenschaft und Technik vom 19. Jahrhundert bis heute: Aufstieg und Niedergang des Notizbuchs

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Hans-Liudger Dienel

Persönliches Wissensmanagement in Naturwissenschaft und Technik vom 19. Jahrhundert bis heute: Aufstieg und Niedergang des Notizbuchs

Abstract Wissensmanagement jenseits digitaler Tools. Dieser Beitrag hebt Bewusst das Notizbuch als Unterstützung zur Bewältigung des täglichen Wissensansturms von Ingenieuren und Ingeneurinnen in Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften der letzten 150 Jahre hervor.Knowledge management beyond digital tools. This article consciously highlights the notebook as a support for coping with the daily knowledge overload of engineers in the natural and social sciences of the last 150 years.

1 Einleitung

Im Vordergrund der wissenschaftlichen Debatten im Modethema Wissensmanagement steht die digital getriebene Wissensvermittlung zwischen Menschen, Institutionen, Organisationen. Mein Beitrag konzentriert sich dagegen am Beispiel der Berufsgruppe von Ingenieuren/innen und Naturwissenschaftler/Innen auf das persönliche Wissensmanagement des Einzelnen, und untersucht, wie in Technik- und Naturwissenschaft in den vergangenen 150 Jahren der tägliche Informationsansturm bewältigt und der persönlichen Wissensraum strukturiert wurde.1 Dabei stehen Ingenieure im Vordergrund; vergleichend blicke ich auch auf Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften. Im Vordergrund der Analyse steht ein bisher für die Geschichte des Wissensmanagements nur wenig genutztes Instrument bzw. eine historische Quelle, die persönlichen Notizbücher von Ingenieuren, die ich bis hin zu ihrer heutigen elektronischen Form in den Blick nehme.

Meine Analysen haben durchaus eine anwendungsorientierte Zuspitzung: die in Jahrhunderten historisch gewachsenen Kulturtechniken des persönlichen Wissensmanagements für die digitale Strukturierung des Wissens heute und die Bewältigung der weiter anschwellenden Informationsflut zu nutzen. Hier...

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