Show Less
Restricted access

Besonderheiten im sozialen Verhalten und emotionalen Erleben bei Lernenden mit Störungen des Lesens / Rechtschreibens

Analyse relevanter Faktoren aus Elternperspektive als Planungsgrundlage für Interventionsansätze

Yannic Wiegold

Probleme im Rechtschreiben gehen häufig einher mit Auffälligkeiten im Verhalten von Kindern und Jugendlichen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeitsproblemen, Hausaufgabenkonflikten, depressiven Verstimmungen oder aggressiven Verhaltensweisen. In dieser Untersuchung wurden die Eltern von Lernenden mit Rechtschreibproblemen nach deren Verhalten befragt. Als Fragebögen wurden die Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ) und die Deutsche Schulalter-Formen der Child Behavior Checklist eingesetzt. Aus den beschriebenen Auffälligkeiten leitet der Autor Interventionspunkte ab.

Show Summary Details
Restricted access

3 Die umschriebene Lese- und Rechtschreibstörung

3 Die umschriebene Lese- und Rechtschreibstörung

Extract

Der zweite Teil der Theorieerarbeitung befasst sich schwerpunktmäßig mit der umschriebenen Lese- und Rechtschreibstörung.

Die Störung soll in ihren Grundzügen skizziert, komorbide auftretende Störung des Erlebens und Verhaltens aufgezeigt, der anzunehmende Verlauf beschrieben, Ansätze zur Erklärung dargestellt und Möglichkeiten der Intervention aufgezeigt werden.

Von einer sprachlich-theoretischen Trennung der Begriffe Legasthenie, Rechtschreibschwäche, Rechtschreibstörung, Dyslexie und anderen artverwandten Nomina wird in dieser Arbeit abgesehen, da ebendiese Begrifflichkeiten in Praxis und Forschung sehr uneinheitlich verwendet werden und in ihrer Oberfläche alle denselben Phänomenkomplex, mit den gleichen arttypischen Besonderheiten, beschreiben.

In dieser Arbeit soll durchgängig der Begriff der umschriebenen Lese- und Rechtschreibstörung, wie er in der Internationalen Klassifizierung der Krankheiten (ICD-10) der World Health Organisation (WHO) unter den umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten zu finden ist, verwendet werden, insofern die Probandinnen und Probanden die ICD-10 Kriterien erfüllen.

Die Internationale Klassifizierung der Krankheiten (ICD-10) der World Health Organisation (WHO) definiert die Lese- und Rechtschreibstörung als eine Beeinträchtigung beim Erwerb der Schriftsprache. Zu finden ist sie dort im Kapitel der umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (F81.-).

Der Begriff der Fertigkeiten beschreibt dabei den kognitiven Anteil des Wissens. Umschrieben bezeichnet den Aspekt, dass ebendiese Störung nur in einem Inhaltsbereich auftritt und es sich um keine tiefgreifende Entwicklungsstörung handelt.



Abb. 16: Umschriebene Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten

Der Begriff der umschriebenen Entwicklungsstörung und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.