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Ethics and the Law in Medicine – in Research and Healthcare

Series:

Edited By Joanna Długosz, Jan C. Joerden, Elżbieta Paszyńska and Florian Steger

This volume contains contributions from the international and interdisciplinary scientific conference "Ethics and the Law in Medicine – in Research and Healthcare", which took place at the Faculty of Law and Administration of the Adam Mickiewicz University in Poznań and at the Poznan University of Medical Sciences. The contributions to these proceedings encompass a broad spectrum of current medico-ethical questions that arise in particular disciplines. Compared to monographic works, interdisciplinary anthologies have the advantage of bringing together scientists from different disciplines into conversation on controversial issues from different scientific perspectives. The aim is an interdisciplinary discussion on challenging questions in medicine – conducted from different viewpoints. The volume's contributions also highlight differences in the analysis and assessment of medico-ethical dilemmas due to socio-cultural differences.
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The GP’s Criminal and Disciplinary Liability for a Wrong Diagnosis from the Polish Perspective – a Case Study (Jerzy Lachowski)

Extract

Jerzy Lachowski

The GP’s Criminal and Disciplinary Liability for a Wrong Diagnosis from the Polish Perspective – a Case Study

Zusammenfassung

Die Problematik des ärztlichen Behandlungsfehlers gehört zu einer der kompliziertesten strafrechtlichen Fragen, insbesondere dann, wenn es nicht zu einer schweren Körperverletzung, sondern nur zu einer Lebensgefahr bzw. zur Gefahr einer Gesundheitsschädigung kommt. Der Grund dafür ist, dass das Wesen der Gefahr und ihre Unmittelbarkeit sowie der Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten eines Arztes und der Herbeiführung einer Gefahr zu den umstrittensten Fragen der Strafrechtswissenschaft gehören. In solchen Fällen werden nicht selten zwei Verfahren eingeleitet: das Strafverfahren und das Disziplinarverfahren. Dem steht auch der ne bis in idem-Grundsatz schon deshalb nicht entgegen, weil die beiden Verfahrensarten unterschiedliche Schwerpunkte haben. Weiterhin ist auch die Begriffsbestimmung einer Straftat und eines Disziplinardeliktes unterschiedlich. Das Fehlen einer Strafbarkeitsgrundlage muss zudem nicht unbedingt bedeuten, dass dem Arzt keine disziplinarrechtlichen Vorwürfe gemacht werden können. Begeht der Arzt dagegen die Straftat der Herbeiführung einer Gefahr für das Leben oder die Gesundheit eines Menschen, so können in der Regel auch (ggf. zusätzlich) Disziplinarmaßnahmen verhängt werden. Erwähnenswert ist ferner, dass beide Verfahren einen Sachverständigenbeweis erfordern, dem zu entnehmen ist, ob der Arzt bei seiner Hilfeleistung die erforderliche Sorgfalt verletzt hat sowie ob die Sorgfaltspflichtverletzung eine Gefahr für den Patienten herbeigeführt hat. Die Sachverständigengutachten stehen nicht selten im Widerspruch zueinander, was zu einer Gegenüberstellung der...

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