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Schnittstellen der Germanistik

Festschrift für Hans Bickes

Edited By Janina Behr, François Conrad, Stephan Kornmesser and Kristin Tschernig

Die Festschrift zu Ehren von Hans Bickes vereint aktuelle Forschungen, die thematisch an die Schwerpunkte seines breiten akademischen Schaffens angelehnt sind. Die 15 Beiträge früherer KollegInnen und MitarbeiterInnen stammen aus den Bereichen »Bildungssprache und Sprache im Fach«, »Semiotik und Identität« sowie »Migration und Mehrsprachigkeit« und würdigen die bunte Themenpalette des Jubilars in Forschung und Lehre.

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Zwischen Wissenschaftstheorie und kognitiver Semantik. Strukturalistische Theorieelemente und Frames als Modelle der Theorien- und Begriffsrekonstruktion

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Abstract In this article, I will compare two approaches for reconstructing theories and concepts. The first approach is called structuralism. Structuralism was originally developed in the philosophy of science as a model for reconstructing theories and was subsequently transferred to linguistic semantics as a model for reconstructing concepts. The second approach is the frame-model, which was originally developed as a model for reconstructing concepts and was subsequently transferred to the philosophy of science as a model for reconstructing theories. Hence, both models have been applied to both theories and concepts. In the following, I will consider the pros and cons of structuralism and of the frame-model, which are used as models within two distinct disciplines for two distinct purposes.

1 Einleitung

In diesem Artikel werde ich zwei Entwicklungslinien zwischen philosophischer Wissenschaftstheorie und kognitiver Semantik diskutieren und einander gegenüberstellen. Die erste Entwicklungslinie kommt aus der philosophischen Wissenschaftstheorie und wird in die kognitive Semantik übertragen. Die zweite Entwicklungslinie kommt aus der kognitiven Semantik und wird in die Wissenschaftstheorie übertragen.

In der ersten Entwicklungslinie wird ein bestimmtes wissenschaftstheoretisches Modell zur Rekonstruktion und Analyse von wissenschaftlichen Theorien in die kognitive Semantik übertragen, um lexikalische Bedeutungen bzw. Begriffe zu rekonstruieren und zu analysieren. In der zweiten Entwicklungslinie wird ein bestimmtes kognitionswissenschaftlich-linguistisches Modell zur Rekonstruktion und Analyse von Begriffen in die Wissenschaftstheorie übertragen, um wissenschaftliche Theorien zu rekonstruieren und zu analysieren. Beide Entwicklungslinien laufen also in entgegengesetzte Richtungen, behandeln aber in beiden Disziplinen dieselben Aufgabenfelder: Sie sind...

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