Show Less
Restricted access

Follow Arts

Texte zu digitalen Welten und analogen Formaten von Claus Friede

Series:

Edited By Dagmar Reichardt and Gudrun Thiessen-Schneider

Dieses Buch präsentiert erstmals das Werk des Kurators, Kunstkenners und Kulturvermittlers Claus Friede als proaktiv schreibenden, überraschend vielseitigen und versatilen Autor. Ein Textkorpus von 85 repräsentativen Beiträgen aus den vergangenen 30 Jahren (1990-2020) illustriert Friedes breit angelegtes Themenspektrum aus den Bereichen Kunst, Musik, Film, Literatur und Kultur. Prägnant zeichnen sie seine intellektuelle und mediale Wende von der analogen zur digitalen Welt nach. Der zweite Buchteil lenkt den „fremden" Blick auf Friedes Schaffen aus der Perspektive diverser Kollegen und Freunde. Ein ausführlicher biobibliographischer Anhang sowie reichhaltiges Bildmaterial runden den prismatischen Einblick in die transkulturellen Wirkungskreise von Claus Friede ab.

Show Summary Details
Restricted access

1.2. Die frühen 2000er-Jahre im Dreiklang:

Extract

„kulturklub Hamburg“ – „Hamburg 1 Fernsehen“ – „KulturPort.De“ (2000–2009)



Courtesy: Marcard Pro Arte & V V GmbH und Claus Friede*Contemporary Arts

Eröffnungsrede anlässlich der Ausstellung Hermosa porvenir? mit Werken von Beatriz Pagés im Museum für Völkerkunde Hamburg

Sehr geehrte Frau Generalkonsulin Treviso, sehr geehrter Herr Dr. Köpke, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Beatriz Pagés,

die argentinische Künstlerin Beatriz Pagés lebt seit einigen Jahren in Hamburg. Sie hat aber trotz der großen räumlichen Distanz zu ihrem Mutterland den Kontakt dorthin nie verloren und war erst wieder vor kurzem in ihrer Heimat. Argentinien, das wissen wir nun alle aus den Medienberichten, macht eine schwierige Zeit durch, eine Staats- und Wirtschaftskrise sorgt für eine gesellschaftliche Unruhe und einen Unmut der Bevölkerung, der sich immer öfter auf der Straße Luft macht. Es geht schlicht weg um Existenzen! Zurzeit geht es in Argentinien nicht um die „offenkundige Vorliebe für das Irreale…“ wie das Zitat von Mario Vargas Llosa auf dem Museumsflyer besagt. Argentinien ist mit sich selbst beschäftigt. Selbst die Hochzeit von Maxima mit dem niederländischen Thronfolger Willem Alexander am vergangenen Wochenende war kaum ein Thema im Land selbst. Innergesellschaftliche Probleme stehen im Vordergrund.

Künstler haben immer, ob in Krisenzeiten oder nicht, eine eigene Form der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen und Entwicklungen zu finden, auch wenn diese nicht direkt in den Werken benannt...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.