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Zuverlässigkeit und Wirksamkeit dynamischer Verweisungen in Vereinssatzungen

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Hanna Gotta

Nach dem «SV-Wilhelmshaven»-Urteil des BGH im September 2016 (II ZR 25/15) stellte sich die Frage nach der Zulässigkeit dynamischer Verweisungen in Vereins- und Verbandsstatuten, die viele Literaturstimmen bereits seit der «Reitsportentscheidung» des BGH im Jahr 1994 (II ZR 11/94) als beantwortet ansahen.
Die Autorin greift dieses Thema auf und untersucht die möglichen Unzulässigkeitsgründe. Sie befasst sich insbesondere mit der Frage, ob die Vereinsautonomie der Verwendung von dynamischen Verweisungen in Verbandsstrukturen entgegensteht. Sie erörtert, welche Anforderungen an die Ausgestaltung von dynamischen Verweisungen gestellt werden müssen und befasst sich in diesem Zusammenhang auch mit der Bestimmtheit und Publizität der jeweiligen Verbandsstatuten. Dabei unterscheidet die Autorin zwischen verschiedenen Kategorien von Satzungsrecht und untersucht den Schutzumfang des § 25 BGB untersucht.

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3. Konkretisierung der Forschungsdesiderata und theoretischer Unterbau

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Um der Verflechtung zwischen dem örtlichen Selbstbild und der Stadtsprache148 auf die Spur zu kommen, muss Neapel aus Sprechersicht erforscht werden; dazu darf, wie in der Italianistik üblich, nicht nur das Sprachwissen, sondern muss auch das Raumwissen näher untersucht werden. Die Erhebungstechniken und die methodische Vorgehensweise werden in Kapitel 4 erläutert; zuerst sollen hier die Arbeitsbegriffe, die für die vorliegende Arbeit relevanten Konzepte und damit ihr theoretischer Unterbau geklärt werden. Auf diese Weise soll gezeigt werden, was bisher in der Neapel-Forschung noch nicht ausreichend beschrieben wurde, was die vorliegende Arbeit genau zu beschreiben anstrebt und welche neuen Erkenntnisse dadurch gewonnen werden können.

a) Sprachwissen

Unter Sprachwissen werden in der vorliegenden Arbeit das Wissen um das Sprachsystem und die Varietätenarchitektur, sprachliche Normen, sozial bindende und situativ abhängige Sprachgebrauchsnormen, die kollektive und individuelle Sprachwahrnehmung und Sprachbewertungen verstanden, die ihrerseits auf Spracheinstellungen,149 die Verinnerlichung von kollektiven Wissensbeständen in Bezug auf Varietäten oder Varianten und das Kommunikationsverhalten in der Stadt und eine daraus resultierende sprachbezogene Mentalität schließen lassen.150 ←87 | 88→Mit Ziegler (1996: 147) wird Sprachwissen auch in der vorliegenden Arbeit u. a. wie folgt definiert:

Ein Sprachwissen beinhaltet im weitesten Sinne all die Wissensbestände und Fähigkeiten, die das sprachliche Verhalten ermöglichen und steuern. Neben dem sprachlichen Regelwissen sowie Sprachgebrauchsregelwissen sind auch die Spracheinstellungen, Meinungen, Urteile sowie Normvorstellungen der Sprecher als integrale Bestandteile dieses Wissens zu werten. Als unmittelbar handlungsleitend wird das Sprachwissen...

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