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Anthropozän und Nachhaltigkeit

Denkanstöße zur Klimakrise und für ein zukunftsfähiges Handeln

Werner Mittelstaedt

Was genau ist das Anthropozän und wie ist es entstanden? Welche Kräfte wirken in ihm? Wohin führt es die globale Zivilisation? Hat das Anthropozän die Klimakrise herbeigeführt? Gibt es durch das Anthropozän praktisch keine reale Nachhaltigkeit mehr? Was kann aus den vielen Krisen im Anthropozän gelernt werden?

Diese Fragestellungen werden gut lesbar und anschaulich auf dem aktuellen Stand der Dinge behandelt. Auf dieser Basis stellt der Autor einen detaillierten Plan zur Abschwächung der Klimakrise vor, der durch einzelne Staaten verwirklicht werden könnte. Außerdem präsentiert er ein Konzept zur Erzielung realer Nachhaltigkeit und begründet, warum das Anthropozän als neues Erdzeitalter ausgerufen werden sollte.

In diesem Kontext geht der Autor auch auf die Coronavirus-Pandemie ein.

Das Buch schließt mit der Aufforderung, die »zweite Aufklärung« voranzutreiben. Sie ist notwendig, um das noch verbleibende Zeitfenster von wenigen Dekaden zu nutzen, damit das Anthropozän zukunftsfähig wird.

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Macht euch die Erde untertan!

Macht euch die Erde untertan!

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« (Gen. 1,28) ist spätestens seit der ersten industriellen Revolution in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einer monströsen Realität herangewachsen. Wir Menschen haben uns die Erde derart untertan gemacht, dass dadurch die Zukunft der Weltgesellschaft und sogar die des Lebens auf der Erde ernsthaft bedroht sind. Homo sapiens hat sich als die Tierart herausgestellt, die alles andere Leben in der Flora und Fauna beherrscht und große Teile der Erde stark verändert hat.

Der Mensch ist definitiv eine Naturgewalt geworden. Er hat sich die Erde sprichwörtlich untertan gemacht. Seine vielfältigen Zerstörungen und Veränderungen auf der Erdoberfläche, in den Sedimenten und Gewässern, in der Erdatmosphäre und sogar im Weltraum (Weltraumschrott)6 werden noch in vielen hunderttausend, zum Teil in einigen Millionen Jahren nachweisbar sein.

Dafür skizziere ich 43 ausgewählte Tatsachen. Sie verdeutlichen einerseits, wie sehr sich der Mensch die Erde untertan gemacht hat und weiterhin macht, andererseits belegen sie auch, dass der Mensch, seit der ersten industriellen Revolution im Allgemeinen und seit Beginn der 1950er-Jahre im Besonderen, deutliche stratigraphische (geologische) Marker hinterlässt. Aus den ausgewählten Tatsachen geht ebenfalls drastisch hervor, wie sehr sich die Weltgesellschaft nicht nachhaltig verhält und zum anthropogenen Treibhauseffekt (siehe auch Rahmstorf und Schellnhuber 2019, S. 30-35) beiträgt, der zum Klimawandel führte und wie notwendig deutliche Veränderungen für nachhaltiges Denken und Handeln sind.

1. Prägnant wird die Dominanz...

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