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Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur

Literaturwissenschaftliche Erkundungen von der Biene Maja bis hin zu Tschick

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Edited By Anke Christensen and Olaf Koch

Dieser Sammelband widmet sich neuen Lesarten der Kinder- und Jugendliteratur. Dabei werden zum einen Werke der Weltliteratur behandelt, die als klassisch zu bezeichnen sind und unter neuen Fragestellungen betrachtet werden. Andere Aufsätze sollen wiederum als Baustein dienen, ein Forschungsdesiderat zu schließen. Beispielsweise erweist sich Kinder- und Jugendliteraturforschung überwiegend als Prosaforschung, so dass eine Betrachtung des Dramas „Ehrensache" einen Beitrag dazu leistet, auch Jugenddramatik als Forschungsgegenstand zu etablieren. Das kinderliterarische Werk Almut Hoppes ist bislang kaum beforscht. Ebenso haben die Kinderbücher um den „kleinen Nick" oder Andreas Steinhöfels „Es ist ein Elch entsprungen" bisher kaum Beachtung in der Kinder- und Jugendliteraturforschung gefunden.

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Lutz Hübner: Ehrensache – eine Tragödie der Moral (2005)

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Lutz Hübner ist in einem Sammelband, der den Titel Neue Lesarten ausgesuchter Texte der Kinder- und Jugendliteratur trägt, vielleicht der Autor, dessen Aufnahme besonders gerechtfertigt werden muss. Schließlich unterscheidet sich der in Berlin lebende Dramatiker von den meisten hier vorgestellten und analysierten Schriftstellerinnen und Schriftstellern, weil zu ihm bisher kaum Interpretationen vorliegen und er zudem nicht das eine große Werk verfasst hat, mit dem sein Name grundlegend verbunden wird. Gleichwohl soll mit dem folgenden Artikel dafür plädiert werden, Hübners Bedeutung für die Jugendliteratur und zumal die Jugenddramatik endlich umfassend anzuerkennen. Die Gründe für diese Einschätzung werden im Folgenden exemplarisch veranschaulicht.

Hübner ist ein Vielschreiber. Wenn der 1964 in Heilbronn geborene Autor also das Zeug zu dem hat, was umgangssprachlich ‚Klassiker‘ genannt wird, dann aufgrund seines Gesamtwerks. Dass im Folgenden gleichwohl ein einzelnes Stück von ihm untersucht wird, ist dem Umstand geschuldet, dass mittels der Einzelanalyse exemplarisch die bemerkenswerte ästhetische Qualität seiner Stücke insgesamt veranschaulicht werden soll. Hübner prägt die Jugenddramatik1 seit inzwischen einem Vierteljahrhundert wie vielleicht kein deutscher Autor vor ihm. Bekannt geworden ist er aber nicht nur durch diese schriftstellerischen Arbeiten, sondern auch durch seine Stücke für Erwachsene. Endgültigen Durchbruch hatte er mit der sehr erfolgreich verfilmten Komödie Frau Müller muss weg.2

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