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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Der polnische Aufstand von 1863 im Spiegel der ‚Polenlieder‘ in Friedrich Stoltzes „Frankfurter Latern“

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1.

Die historiographische Literatur zum polnischen Aufstand von 1863, die in ihrer Gänze nur noch für wenige Spezialisten zu überblicken sein mag, berücksichtigt erfreulich umfassend auch die Spiegelung der polnischen Ereignisse in der öffentlichen Meinung im deutschen Sprachraum.1 So stützt sich die grundlegende Studie von Rautenberg u.a. auf folgende Zeitungen: „Allgemeine Zeitung“ (Augsburg), „Kölnische Zeitung“, „National-Zeitung“ (Berlin), „Neue Preußische (Kreuz-)-Zeitung“, „Wiener General-Correspondenz“, „Times“, „Morning Post“, „France“, „Moniteur universel“ und „Journal de St. Pétersbourg“.

Die deutschen satirischen Zeitschriften des 19. Jahrhunderts haben, teilweise wohl bedingt durch die schlechte Zugänglichkeit, in der allgemeinen Historiographie und in der Literaturgeschichtsschreibung lange Zeit nur ein Schattendasein geführt. Hier allmählich für eine Änderung gesorgt zu haben, ist eines der großen Verdienste der umfangreichen Arbeiten Alfred Estermanns zum Zeitschriftenwesen des 19. Jahrhunderts.2 Neben zahlreichen anderen bibliographischen und editorischen arbeiten verdanken wir ihm auch einen mustergültigen Nachdruck der „Frankfurter Latern“, der durch die genauen bibliographischen Nachweise und die kenntnisreiche Einleitung die Qualität einer Neuausgabe aufweist.3 Diese von Friedrich Stoltze herausgegebene Zeitschrift, die ganz in der ←391 | 392→Tradition der satirischen Vormärz-Zeitschriften steht, spiegelt mit ihren zeitkritischen Texten und Abbildungen auch Vorgeschichte, Verlauf und Ausgang des polnischen Januaraufstandes von 1863. Für den Historiker, der inzwischen über eine Fülle von neu zugänglich gewordenen Archivmaterialien verfügt, ergibt sich aus der Betrachtung der „Frankfurter Latern“ kaum grundstürzend Neues. Unter dem Motto der Festschrift für Marian Szyrocki,...

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