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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Richard Strauss

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Die Eltern des am 11. Juni 1864 in München geborenen Komponisten Richard (Georg) Strauss waren der Solohornist der königlichen Hofoper Franz Josef und seine Frau Josepha Strauss, die Tochter des Münchener Brauereibesitzers Georg Pschorr. Strauss wurde von Kindheit an musikalisch gründlich ausgebildet. Erste Kompositionen schrieb er mit sechs Jahren; bis zum Abitur in München 1882 waren es rund 100 ohne gültige Opuszahlen. Drei ‚erste‘ Lieder trug Cornelia Meysenheim 1881 im Konzert vor. Dauerhaft wirksame Lektüreerfahrungen gewann Strauss, nicht anders als die meisten regsamen Köpfe seiner Zeit, an der griechischen Antike, an Goethe und an Nietzsche, aber auch an Max Stirner.

Den Winter 1883/84 verbrachte Strauss überwiegend in Berlin und lernte dort nicht nur das Skatspiel, das ihm zeitlebens zum möglichst täglich geübten Ausgleich wurde, sondern machte auch die förderliche Bekanntschaft mit Otto Leßmann, dem Herausgeber der „Allgemeinen Musik-Zeitung“. 1884 begann er mit der älteren Dora Wihan, der Frau des Cellisten Hans Wihan, eine mehrjährige Liebesbeziehung. Von Hans von Bülow gefördert, wurde Strauss Hofkapellmeister in Meiningen (1885/86), wo er sich intensiven Studien der Musik von Johannes Brahms widmete.

Die Münchener Kapellmeisterjahre 1886–89 führten zur Auseinandersetzung mit den Werken von Franz Liszt und – auf Anregung des Schauspielers Alexander Ritter – vor allem mit denjenigen von Richard Wagner, ferner zur Bekanntschaft mit Gustav Mahler, den Strauss später als einzigen zeitgenössischen Komponisten für ebenbürtig ansah, und schließlich...

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