Show Less
Restricted access

Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

Show Summary Details
Restricted access

Wolfgang Schadewaldt

Extract

wurde am 15. März 1900 als Sohn eines noch vor der Geburt des Kindes verstorbenen Arztes in Berlin geboren. Ursprünglich wollte er Bildhauer werden, studierte aber nach kurzem Kriegsdienst seit 1919 in Berlin Klassische Philologie, Archäologie, Germanistik und Philosophie bei den Altphilologen Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff und Werner Jaeger – streng philologische Observanz pflegte der ältere, nach Sinnbezügen der Antike zur Gegenwart suchte der jüngere – sowie Germanistik bei Gustav Roethe und Philosophie bei dem Philosophen und Psychologen Eduard Spranger. 1924 mit der Euripides-Studie „Monolog und Selbstgespräch“ (gedr. 1926, 21966) promoviert, wurde er Assistent von Gerhart Rodenwaldt am Deutschen Archäologischen Institut in Berlin. 1927 habilitierte sich Schadewaldt, ebenfalls in Berlin, für Klassische Philologie mit einer Studie „Der Aufbau des Pindarischen Epinikion“ (gedr. 1928, Neudr. 1966) und wurde bereits 1928 Ordinarius in Königsberg.

1929 nach Freiburg i.Br. berufen, war er dort – für kurze Zeit vom Nationalsozialismus beeindruckt – 1933 als Dekan der Philosophischen Fakultät mitverantwortlich für die Ersetzung des gewählten Rektors, des Anatomen Wilhelm von Moellendorff, durch Martin Heidegger. Bei der Wahl eines Nachfolgers für den Sozialdemokraten von Moellendorff hätte der Universität ohne die Kandidatur Heideggers der wahrhaft ,in der Wolle gefärbte‘ Nationalsozialist Wolfgang Aly als Rektor bevorgestandene.

1934 übernahm Schadewaldt einen Lehrstuhl an der Universität Leipzig und wurde 1941 nach Berlin berufen. Dort stieß er durch die Vermittlung Sprangers zur Mittwochs-Gesellschaft, von deren Mitgliedern einige – u.a. Generaloberst Ludwig Beck – dem Widerstand angeh...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.