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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Ernst Zinn

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wuchs in einer Atmosphäre auf, in der sich spannungsreich christliche, aufklärerische und preußische Traditionen verbanden. Schon als Jugendlicher durch höchste Sensibilität und außerordentliche Begabungen – selbst lange Texte prägten sich nach einmaligem Lesen seinem Gedächtnis wörtlich ein – war Zinn auch depressiven Gefährdungen ausgeliefert. Er beendete die Gymnasialzeit in Freiburg i.Br. nach einer schweren psychischen Krise, aus der ihm der Psychoanalytiker Arthur Muthmann herausgeholfen hatte. In Freiburg, Kiel, Heidelberg und München studierte er Klassische Philologie, Germanistik, Geschichte und Archäologie. Seine wichtigsten Lehrer waren der Gräzist Rudolf Pfeiffer, der Klassische Archäologe Ernst Buschor und der Latinist Johannes Stroux, von dem er 1936 in München mit einer Untersuchung „Der Wortakzent in den lyrischen Versen des Horaz“ (1940) promoviert wurde und als dessen Assistent er anschließend nach Berlin wechselte.

Während des Krieges Marineoffizier, zuletzt Oberleutnant z. S., habilitierte sich Zinn 1945 in Berlin und wurde nach Dozentenjahren und der 1950 erfolgten Ernennung zum außerplanmäßigen Professor in Hamburg 1951 ordentlicher Professor für Klassische Philologie mit Berücksichtigung der Vergleichenden Literaturgeschichte an der Universität Saarbrücken. Zinns brillante Sprachkenntnisse ermöglichten ihm die enge vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den französischen Behörden und mit dem damaligen Rektor, dem Germanisten und Übersetzer Joseph-François Angelloz, der sich mit Rainer Maria Rilke ein Forschungsgebiet gewählt hatte, auf dem auch Zinn tätig war. 1956 wurde Zinn auf Betreiben Wolfgang Schadewaldts, des damaligen Doyens der T...

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