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Von Musen und Musik: Zu Oper, Libretto und Singspiel

Hans-Albrecht Koch

Das Buch behandelt literarische Texte, die zur Vertonung für musikalischen Vortrag bestimmt waren. Der erste Hauptteil handelt vom deutschen Singspiel des 18. Jahrhunderts, vor allem in seiner österreichisch-süddeutschen, speziell Wiener, Ausprägung. Das Singspiel wählte höfische und bürgerliche Sujets, aber auch Märchenstoffe, und war für ausgebildete Sänger gedacht. Seinen Höhepunkt fand es in der gemeinsamen Arbeit von Emanuel Schikaneder und Wolfgang Amadeus Mozart an der «Zauberflöte» und in Goethes «Zweiter Zauberflöte». Der zweite Hauptteil behandelt die Operndichtungen, die der Wiener Hugo von Hofmannsthal für den Komponisten Richard Strauss schrieb, besonders die symbolträchtige, vielfach an die «Zauberflöte» anknüpfende Oper «Die Frau ohne Schatten» und «Arabella», das letzte gemeinsame Werk beider Künstler.

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Erinnerungen an Georg Nicolaus und Elfriede R. Knauer und einige ihrer Berliner Freunde

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Georg Nicolaus Knauer hat gleichsam vier Leben geführt: je ein wissenschaftliches in Deutschland und den Vereinigten Staaten und je ein hochschulpolitisches diesseits und jenseits des Atlantiks. Der am 26. Februar 1926 in Hamburg als Sohn eines Arztes geborene Gelehrte studierte in seiner Heimatstadt Klassische Philologie bei dem Gräzisten Bruno Snell und dem Latinisten Ernst Zinn. In Frankfurt a.M. hörte Knauer noch bei Karl Reinhardt, dem stupenden Kenner der Vorsokratiker und der griechischen Tragiker.



Abb. 1: Georg Nicolaus Knauer, Philadelphia, 26. Februar 2016, Photo: Sabine Solf, Wolfenbüttel

In Reinhardts Seminar lernte er seine spätere Frau Elfriede Regina Overhoff (3. Juli 1926–7. Juni 2010) kennen, eine Tochter des aus Österreich gebürtigen Juristen und Schriftstellers Julius Overhoff, der in verschiedenen Teilen der Welt, auch in der jungen Sowjetunion, für die IG Farben tätig war. Die Zwillingsschwester von Elfriede R. Knauer war die Etruskologin Sybille Haynes, die mit Denys Haynes, dem „Keeper of the Department of Greek and Roman Antiquities“ des British Museum verheiratet war. Zu Knauers Hamburger Kommilitonen gehörte auch der später als Soziologe an der jungen Universität Konstanz und als Director der London School of Economics zu Bekanntheit gelangte Ralf ←638 | 639→Dahrendorf. Dieser hatte ursprünglich das Studium der Alten Sprachen gewählt, war aber vor dessen Schwierigkeiten, wie er in seinen Lebenserinnerungen freimütig bekannte, zur Soziologie übergewechselt. In Knauers Augen blieb der Fachwechsel des einstigen Freundes ein ‚Verrat‘.

Mit...

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